RWE steigt bei britischer Windkraftfirma ein

1. September 2008, 14:24
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Unternehmen will bis Ende des Jahres 75 Windkraftanlagen errichten

Essen - Die RWE-Ökostromtochter RWE Innogy beteiligt sich an einem britischen Entwickler von Windturbinen, der unter anderem New Yorker Wolkenkratzer mit seinen Produkten krönen will. RWE erwerbe für 7,5 Mio. Euro eine Minderheitsbeteiligung an der Quiet Revolution mit Sitz in London, teilte das Unternehmen am Montag in Essen mit. Die Briten produzierten kleine Windturbinen, die etwa auf Häusern oder in der Umgebung von Industrieanlagen installiert werden können.

"Wir wollen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer Zukunftstechnologie spielen", sagte RWE-Innogy-Chef Fritz Vahrenholt. Die dezentrale Energieversorgung einzelner Gebäude mit Hilfe erneuerbarer Energien werde immer wichtiger.

Internationaler Einstieg

Quiet Revolution erhofft sich vom Engagement von RWE den Einstieg in internationale Märkte. Die Höhe der Beteiligung wollte Vahrenholt nicht nennen. Er schloss eine Aufstockung für den Fall nicht aus, dass bei Quiet Revolution die Verkaufszahlen in die Höhe schnellen.

Das Unternehmen will bis Ende des Jahres 75 Windkraftanlagen, die meist eine Höhe von fünf Metern und eine Leistung von sechs Kilowatt haben, in Großbritannien errichten. Das Unternehmen bewirbt sich auch für die Errichtung von Anlagen in New York. Bürgermeister Michael Bloomberg hatte angekündigt, auf Hochhäusern Windkraftanlagen bauen lassen zu wollen. Wann die Produkte von Quiet Revolution auch in Deutschland angeboten werden, ist offen. Hier sei das Baurecht ungleich komplizierter, hieß es. (APA/Reuters)

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