Männer müssten häufiger zum Arzt

1. September 2008, 12:41
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Das "starke Geschlecht" vernachlässigt die Gesundheitsvorsorge - jetzt soll eine Roadshow auch die Männer zum Urologen bringen

Wien - Wenn es um die Gesundheit geht, "kennen Männer keinen Schmerz", bis es oft zu spät ist. Im Gegensatz zu den Frauen beteiligen sie sich noch immer kaum an Vorsorge- und Früherkennungsaktivitäten. Dies erklärten  Experten heute in Wien. Eine "Roadshow" in fünf Städten soll die Männer wenigstens zum Urologen bringen.

Ab 45 einmal jährlich zum Facharzt

"Bei einer vor kurzem publizierten Umfrage der Statistik Austria unter der österreichischen Bevölkerung zwischen 40 und 60 haben 49 der Männer geantwortet, dass sie in den vergangenen drei Jahren einen PSA-Test (Bluttest als möglicher Hinweis auf ein Prostatakarzinom, Anm.) durchführen haben lassen", sagte Karl Dorfinger, Präsident des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen.

Hingegen hätten 83 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe eine Abstrichuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs beim Gynäkologen absolviert. Männer ab 45 sollten auf jeden Fall einmal jährlich zu diesem Facharzt gehen.

Vorsorgeprogramm "Androcheck"

Die österreichischen Urologen haben hier mit "Androcheck" ein eigenes Untersuchungsprogramm auf mögliche Probleme mit Blase, Prostata, Störungen des Hormonhaushalts und der Sexualfunktion (erektile Dysfunktion) entwickelt. Wer als Mann zur Gesundenuntersuchung neu geht, kann sich aber auch vom Allgemeinmediziner überweisen lassen.

Den Verlauf des PSA-Wertes im Blut über Jahre hinweg zu kennen, kann ziemlich gute Aufschlüsse über das Risiko für ein Prostatakarzinom geben. Dorfinger: "Jeder zehnte Mann ist (im Laufe seines Lebens, Anm.) betroffen, jeder Dritte davon stirbt an der Erkrankung."

Erektyle Disfunktion gut therapierbar

Gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer wurde zur Propagierung der Untersuchung eine "Roadshow" auf die Beine gestellt, die mit einem Zelt für Informationsgespräche mit Interessenten in den kommenden Tagen in Graz, Wien, Linz, Salzburg und Klagenfurt Halt macht. Robin Rumler von Pfizer: "Wir haben regelmäßig rund 70.000 Männer in Behandlung (wegen erektiler Dysfunktion, Anm.). In Österreich leiden an der erektilen Dysfunktion in der einen oder anderen Form aber 700.000 bis eine Million Männer. Bis zu 80 Prozent dieser Probleme sind organisch bedingt und damit therapierbar." (APA)

Die Tourstädte
Freitag, 5.9.08 - Graz (Tummelplatz)
Montag, 8.9.08 - Wien (Museumsquartier)
Dienstag, 9.9.08 - Linz (Taubenmarkt)
Mittwoch, 10.9.08 - Salzburg (Contipark Mirabell)
Donnerstag, 11.9.08 - Klagenfurt (Pfarrplatz)

Links

Berufsverband der Österreichischen Urologen

Beziehungsservice für Männer

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