Familie Pacolli darf vorläufig bleiben

1. September 2008, 10:35
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Der Antrag auf humanitäres Bleiberecht für die von Abschiebung bedrohte Familie aus dem Kosovo wird neu geprüft

Die von der Abschiebung bedrohte fünfköpfige, aus dem Kosovo stammende, Familie Pacolli aus Gallneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung kann vorerst bleiben. Der Abschiebebescheid per 31. August wurde nicht vollzogen. Ihr Antrag auf humanitäres Bleiberecht wird erneut geprüft. Das berichten die Oberösterreichischen Nachrichten in ihrer Montag-Ausgabe.

Veranlasst wurde demnach die neuerliche Prüfung vonseiten des Landes, von Landesrat Josef Ackerl. Es sei an die Bezirkshauptmannschaft die Weisung erteilt worden, den Antrag auf humanitäres Bleiberecht noch einmal zu prüfen, wird Ackerl-Sprecher Peter Binder zitiert. Dabei gehe es um die Frage, ob aufgrund der Aufenthaltsdauer die Integration schon ausreichend sei.

Dauer des Prüfverfahrens unklar

Wie lange das neue Prüfverfahren dauert, sei noch nicht abzusehen. Die Bezirkshauptmannschaft arbeite bereits daran. Im Anschluss daran müsse auch die Sicherheitsdirektion eine neuerliche Stellungnahme abgeben. Wieder zurück bei der Behörde geht das gesamte Paket nach Wien ins Innenministerium, wo endgültig über ein humanitäres Bleiberecht entschieden werde. Abgeschoben werde die Familie vorerst nicht. Das wäre nicht mit der Menschenrechtskonvention vereinbar, so der Ackerl-Sprecher.

Der Vater der Familie war 2001 nach Österreich gekommen. Zwei Jahre danach waren seine Frau und die drei Kinder gefolgt. Erst kürzlich hatte in Gallneukirchen eine Versammlung stattgefunden, in der mehrere hundert Menschen ihre Solidarität mit der Familie bekundeten. (APA)

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