Atompanne in Belgien: Anrainer werden auf Strahlung getestet

31. August 2008, 20:30
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Die Sicherheitszone wurde verkleinert

Brüssel - Gut eine Woche nach einer folgenschweren Atompanne in Belgien werden nun auch Anrainer der betroffenen Anlage auf eine mögliche Strahlenbelastung untersucht. Zunächst würden schwangere Frauen und Kinder getestet, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Die Anrainer der Fabrik für nukleare Medizintechnik sollten "völlig beruhigt" werden, hieß es. Am Samstag hatten die Behörden erklärt, für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr mehr.

Am Montag können sich Schwangere und Kinder unter zwölf Jahren aus der Ortschaft Lambusart auf radioaktive Strahlung untersuchen lassen. Das Innenministerium hatte die Bürger zuvor aufgerufen, noch bis zum 7. September kein Blattgemüse und Obst aus Gärten in der Umgebung des Unternehmens in Fleurus rund 60 Kilometer südlich von Brüssel zu essen. Die Risikozone wurde von fünf auf drei Kilometer im Nordosten der Anlage verkleinert. Vor einer Woche war dort von Freitag bis Montag radioaktives Jod-131 entwichen.

Nach Angaben der belgischen Atomaufsicht ergaben neue Untersuchungen eine radioaktive Belastung, die unter den Grenzwerten für Nahrungsmittel lagen. Diese Höchstgrenzen seien strenger als die europäischen Normen, sagte Behördensprecherin Karina De Beule. Da für die Bevölkerung keine Gefahr mehr bestehe, habe man die Sicherheitszone auf drei Kilometer verkleinert. Die Atomaufsicht betonte, im Freien spielende Kinder, Spaziergänger oder draußen arbeitende Menschen seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. (APA/dpa)

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