Momentaufnahmen

31. August 2008, 20:16
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Man stelle sich einen heimischen Politiker vor, der "zäher Hurensohn" genannt wird. Ob der auch breit grinsend antworten würde?

Wahlkampf im Fernsehen gebiert oftmals interessante Einsichten.

Während sich etwa Wilhelm Molterer im ORF zuletzt in der am Land oftmals anzutreffenden Wirtshausdisziplin des Bockschauens zumindest als Stockerlkandidat empfahl, wurde beim US-Nachrichtensender CNN ohne eingetrocknete Augäpfel Klartext gesprochen.

In der sogenannten Enthüllungsdokumentation "McCain Revealed" erkundigte sich am Samstag ein Journalist nach dem eigentlichen Wesen des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten: "For some you are a decorated war veteran, to some a family father, to others one tough son of a bitch. Who is John McCain?"

Man stelle sich einen heimischen Politiker vor, der "zäher Hurensohn" genannt wird. Ob der auch breit grinsend antworten würde?

George Clooney hat es auch nicht leicht. Im Rahmen einer Pressekonferenz bei den Filmfestspielen von Venedig wurde der Hollywood-Beau von einer italienischen Journalistin gefragt, ob er ihr eventuell nachstellen würde. Eingedenk eines Wortes von Ingeborg Bachmann, nach dem die Wahrheit dem Menschen zumutbar ist, meinte Clooney mit treuherzigem Blick: Er würde viel eher das Weite suchen.

Ein Mann, ein Wort.

BR Alpha zeigt indes eine Doku über empfängnisfaule Kühe, denen mittels Wärmeakupunktur auf die Eisprünge geholfen wird. Derartig würden die "Energiemeridiane der Kuh stimuliert", was dem Tierchen hörbar taugte: eine Kuh, ein Muh. (flu/DER STANDARD; Printausgabe, 1.9.2008)

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