TV-Rekordquote für Obama

31. August 2008, 17:39
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Demokrat legt in wieder Umfragen zu

Nach dem bombastischen Abschluss der demokratischen Convention in Denver bekommt die amerikanische Öffentlichkeit Zahlen zur großen Party für Barack Obama nachgereicht: Mehr als 38 Millionen Zuseher waren via Fernsehen bei der Rede des demokratischen Präsidentschaftskandidaten dabei - das war einer höhere Quote als für die Olympischen Spiele zuletzt in Peking oder das Finale des US-Starmania-Wettbewerbs "American Idol" im Mai. Auch in den Umfragen vom Wochenende legte Obama wieder zu, allerdings weniger als erwartet.

Gallup (Umfrage zwischen 27. und 29. August) hatte dem Demokraten bundesweit acht Punkte Vorsprung auf seinen Gegner John McCain bescheinigt (49 zu 41 Prozent Zustimmung). Rasmussen erhob für den gleichen Zeitraum nur vier Punkte, Obama liegt demnach bei 49 und McCain bei 45 Prozent. Zum Vergleich: 1988 startete der Demokrat Michael Dukakis mit 17 Punkten Vorsprung aus den Parteitagen in die Endphase des Wahlkampfs - und verlor dennoch gegen George Bush senior.

Hurrikan "Gustav" und die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin drängten Obama und seinen "running mate" Joe Biden am Wochenende völlig aus den Schlagzeilen. Beide telefonierten am Samstag mit Palin und gratulierten ihr. "Er wünscht ihr Glück, aber nicht zu viel" , sagte Obamas Sprecher Robert Gibbs nach der Entscheidung John McCains.

Gleichzeitig schickten die Demokraten umgehend ein Rechercheteam nach Alaska aus, das in Anchorage und in der 9000-Einwohner Stadt Wasilla City, wo Palin Bürgermeisterin war, Fakten für die Gegenstrategie der Obama-Kampagne sammeln sollte. Demokratische Kommentatoren hatten sich am Wochenende "geschockt" über McCains Wahl gezeigt, Palin sei ungeeignet für dieses hohe Amt. Das Obama-Lager werde während der republikanischen Convention, die heute, Montag, in Minneapolis/St. Paul beginnt, zurückschlagen. (Christoph Prantner aus Washington /DER STANDARD, Printausgabe, 1.9.2008)

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