Künftige Festspiel-Leitung: Letzte Chance auf Einigung vorbei

31. August 2008, 16:50
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Die Fronten sind klar: Hier Nike Wagner und Gerard Mortier - dort Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner

Bayreuth - Wagners Erbinnen kämpfen bis zuletzt: Am Montag entscheidet der Stiftungsrat über die künftige Leitung der Bayreuther Festspiele. Die Auseinandersetzung der Kandidatenteams erlebte am Sonntag einen letzten Höhepunkt. Nike Wagner bot ihrer Cousine Eva Wagner-Pasquier noch einmal an, die Seiten zu wechseln - vergeblich. "Ich werde an meiner Bewerbung festhalten und freue mich auf die Herausforderungen gemeinsam mit Katharina (Wagner)", zitierte der Internetdienst "myclassicworld.com" am Sonntag Eva Wagner-Pasquier. Damit sind die Frontstellungen endgültig klar.

Eva Wagner-Pasquier kandidiert gemeinsam mit ihrer Halbschwester Katharina Wagner. Ihre Cousine Nike bewirbt sich zusammen mit dem international renommiertem Opernmanager Gerard Mortier. Wagner-Pasquier hatte vor Monaten eine ursprünglich geplante gemeinsame Bewerbung mit Nike Wagner aufgekündigt und sich stattdessen mit Katharina zusammengetan.

Countdown tritt in die heiße Phase ein

Der Stiftungsrat der Festspiele tritt an diesem Montag um 13.00 Uhr in Bayreuth zusammen. Um 16.00 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt, welches der beiden Kandidaten-Teams künftig die Geschicke auf dem Grünen Hügel führen wird. Der bisherige Festspielchef Wolfgang Wagner (88) hatte seinen Rücktritt erklärt.

Im neuen "Spiegel" kritisierte Nike Wagner noch einmal ihre Konkurrentin Katharina. Für ihre Cousine seien bereits von interessierter Seite Fakten geschaffen worden, um Wolfgang Wagners dynastischen Wünschen zu entsprechen, sagte die Leiterin des Weimarer Kunstfestes dem Hamburger Nachrichtenmagazin. Für Eva Wagner-Pasquier sei dagegen die Tür für eine Zusammenarbeit im künftigen Direktorium des Festspiele offen, sagte die 63-jährige Tochter Wieland Wagners. (APA/dpa)

 

 

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