Die Frau - das neueste Sozialproblem

Misik, 31. August 2008, 13:42

FS Misik Folge 40: Die Frauen haben nichts als Karriere im Kopf und kriegen keine Kinder mehr, liest man

Man hat es nicht leicht als Frau. Die Frauen haben nichts als Karriere im Kopf und kriegen keine Kinder mehr, liest man. Dann schlägt man die nächste Studie auf und was liest man da: Irgendwann im Leben haben die Frauen nur Kinder im Kopf und hängen die Karriere an den Nagel. Auch nicht gut. Also: Was sie machen, sie machen es falsch. Sie sollen erfolgreich sein, aber wenn sie es sind, dann kriegen sie keine Männer mehr - so lautet wiederum die These der New York Times Kolumnistin Maureen Dowd. Und überhaupt sollte man sich das - egal, ob Mann oder Frau - mit den Bindungen überlegen: Wer gebunden ist, der ist nicht mehr flexibel und taugt nichts für die neoliberale New Economy. Der Single ist im Liebesleben das, was im Berufsleben der Freelancer ist. Die politische Ökonomie der Liebe - ein Verlustgeschäft.

 

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02
ernst

das meint ihr doch wohl nicht alles ernst?
Es gibt genauso viele schwache männer, die permanent scheitern und nur von ihren frauen sozial am leben gehalten werden. Und es gibt viele starke frauen, die in führungspositionen oft mehr biss haben als ihre männlichen kollegen.
Das kann doch nicht sein, dass wir uns hier allen ernstes über geschlechterklischees unterhalten.

Männer lassen frauen auflaufen, in dem sie lässig zuschauen, wie Frau unter einer doppelbelastung in die knie geht derentwegen sie selbst bereits längst eine Kur bei der GKK beantragt hätten und rufen von der Fernsehcouch "hab dir ja g'sagt, das schaffst net". Ja echt, sehr logisch. Da muss ich doch glatt zustimmen wenn sich wer seine Logik so maßschneidert.

ajk eibschatten
42
schwache Männer

es gibt sicher nicht genauso viele Schwache Männer die scheitern. Es gibt MEHR Männer die Scheitern.

Denn etwas haben die Frauen der Schöpfung nicht kapiert. Scheitern gehört dazu! Und man ist ein Held wenn man _trotz_ Scheitern weiterlebt und sich aufbaut.

In übrigen haben die meisten Frauen weniger Biß als Männer. Da die Führungspositionen ungefähr 10/90 an Männer verteilt sind, zeigt nur wie stark die Ausnahmen sind.

Was zum Teufel soll eine Doppelbelastung sein? Männer haben keine Doppelbelastung wenn sie Arbeiten und Familie ernähren?? Wieder so eine Erfindung damit Frauen Jammern können.

Schon daran gedacht das sie eher jammern weil sie schwächer sind?

/ajk

TomSim67
00
15.2.2009, 20:27

Also ich habe keine Doppelbelastung, wenn ich arbeite und die Familie ernähre - das geht nämlich gleichzeitig. Doppelbelastung habe ich erst, wenn ich noch den Haushalt führe und die Kinder betreue, das geht nämlich nicht während der Arbeit.

Hermann Weiler
00
16.2.2009, 07:12
Ach so!

Sie kochen daheim und arbeiten gleichzeitig in ihrer Firma.

Das ist schön, wenn Sie das zusammenbringen. Leider schaffen wir das nicht alle.

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12
it's a feature, not a bug

Ja fein, wieder so eine hingezimmerte logik: Wenn mann schon nicht leugnen kann, dass mann nicht gar so grandios ist, wie er sich darstellt, dann macht mann aus dem scheitern schnell ein verkaufsargument. So wie MINUSWACHSTUM.
Geniale realitätsverweigerung.
Bei der doppelbelastung ebenso. Ich darf aus deinem beitrag wohl rückschließen, dass du zusätzlich zu deinem primärjob nächtens in einer disco kellnern gehst um die familie zu ernähren, denn mit deinem erstberuf kannst du als mann natürlich eine richtige familie mit allem drum und dran nicht ernähren.
Die eigentlichen jammerer sind eigentlich die männer: Sie müssen laufend erzählen wie gut und toll sie doch sind und wehe niemand bestätigt das selbstlob...

ajk eibschatten
55
sie sollen erfolgreich sein

ich kann mich gut erinnern, das es die Feministinnen _selber_ waren UND sind, die ständig die Forderung äussern, dass Kind und Karriere (oder nur Karriere) zu machen sind.

Also scheitern die Frauen jetzt an ihren eigenen Ansprüchen und werfen "der Welt" vor, das _sie selbst_ diese Ansprüche gesetzt werden?

Sehr verwirrend. Das ist unlogisch. Entweder man setzt sich Aufgaben und erfüllt sie, oder man ist zu schwach dazu und kann das nicht. Dann passt man seine Ansprüche seinen Fähigkeiten an.

Ich glaube das die meisten Frauen zu zart sind, um im Berufsleben Vollzeit durchzustehen.

/ajk

Ndugu
00
23.1.2009, 14:15
Ich bin zwar eine Frau, als sehr zart habe ich mich aber nie empfunden...

Und Vollzeit arbeite ich seit mehr als 10 Jahren, seit mein jüngeres Kind 1,5 war. Und die Belastung kann ich gut aushalten. Danke schön.
Aber weil ich halt auch nur ein Mensch bin, bin ich froh, einen Partner zu haben, der diese Belastungen und Freuden mit mir teilt - immer ist es nämlich nicht lustig, vom Büro in die Schule und wieder zurück zu hetzen. Ditto versuche ich meinen Mann zu unterstützen wenn sein Berufsleben ihn voll fordert. Und übrigens: Und nur damit kein Missverständnis entsteht, ich fühle mich nicht als Rabenmutter und ich gönne es auch anderen Frauen, anders zu leben. Aber zu zart bin ich nicht.

S.Jürgensen
23
Keine Kinder mehr, nur mehr Karriere


Als Kindergartenpädagogin, Lehrerin, Säuglingsschwester, Kinderpsychologin.

Rote Zecke
10
10.9.2008, 14:04
Wichtige Berufe, für die sich die Männer zu gut sind ...

Herbi Wiffi
93
Was heute bei der einseitigen Medienberichterstattung (v.a. Opferdarstellung von Frauen) komplett untergeht:

Sehr viele Männer werden Opfer von frauen. Zwar nicht so spektakulär wie weibl. Missbrauchsopfer, aber "steter Tropfen höhlt den Stein". Sehr viele Männer stehen vor den Trümmern ihrer mühsam aufgebauten Existenz, weil Frau glaubt, sich befreien/selbstverwirklichen zu müssen. Durch Opferdarstellungen verstärkt, leiden viele europ. Frauen auch an histrionischen/narzistischen Störungen. Sie werden zu selbstbezogenheit/verfolgtheitswahn erzogen.

pagat ultimo
10

tut mir leid, aber das klingt ausgesprochen nach sauren trauben.

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00
gender mainstreaming

hier die passende antwort auf so unfassbare soziale probleme:

http://www.youtube.com/watch?v=cydrttI9Vew

S.Jürgensen
00
Und warum stellen die Unternehmen nicht nur noch Frauen ein?

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11
ja, großes rätsel...

Michael Niavarani: "Na weil es sich dann mit dem Bürosex nicht gut ausgeht"
Alfons Haider: "Die geilen Jobs bekommen sowieso nur die Schwulen"
Silvio Berlusconi: "Die sollen doch endlich lernen, wie man fantastische Spagehetti macht"
Der Pabst: "Wir dürfen den totalen Sündenfall nicht zulassen"
Mein alter Uniprof: "Frauen liefern keine reproduzierbaren Ergebnisse"

Passt dir eine Antwort?
Unsere Welt steckt voller irrwitziger Begründungen warum etwas nicht geht, anderes sein muss und was drittes wieder nicht sein darf.
Wir sollten aufhören ständig für jede Skurrilität hochtrabende Begründungen nachzuliefern sondern einfach verantwortungsbewusst genau so handeln als wären wir selbst auf der anderen Seite des Zauns. Man ist was man tut.

S.Jürgensen
10
Klingt wie die Antwort eines Soziologen ...

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01
wenn ein bissi denken und beobachten ...

... gleich einen soziologen hervorbringt, dann ist das entweder eine dürftige wissenschaft oder ich muss mir mal schnell das diplom abholen.

In der Stille hallten ihre Schritte wider.
 
61
Ich wäre wirklich dafür, dass Kinderlose

- ob freiwillig oder nicht - höhere Pensionsbeitrage zahlen sollen. Wie kommt man als Elter dazu, sich einerseits die Arbeit anzutun, Kinder in die Welt zu setzen, diese aufzuziehen und zu erziehen, versuchen, wertvolle Mitbürger aus ihnen zu machen und andererseits man überhaupt keinen Benefit hat, außer die Befriedigung, etwas irrationales getan zu haben. Dazu kommt, dass die Rahmenbedingungen für Kinder in Ö. sehr ungünstig sind.

Warum wird man, wenn man der ungeschriebenen staatsbürgerlichen Pflicht nachkommt, für den Fortbestand zu sorgen, nicht entsprechend entlohnt, sondern nur bestraft?

Kinder sind nicht Privatvergnügen, sondern letztendlich staatstragend!

Am Boden der Badewanne ist ein tiefes, dunkles Loch
02
14.9.2008, 16:19

Wie kommt man als Kinderloser dazu, für die Aufzucht und Ausbildung Ihrer Brut zu bezahlen? Oder glauben Sie, die Kinderbeihilfe fällt vom Himmel und die Schulen sind gratis?

SJürgensen
12
Au weh, Kinder sind Arbeit ..


Sie klingen, als würden Sie Kinder in die Welt setzen, sie mit viel Energie und Geld aufzuziehen um dann ihre Organe zu verkaufen.

wonderbrass
23

Die Kinderlosen zahlen für Kindergärten, Schulen, Familienbeihilfe, die kostenlose Mitversicherung von Kindern bei der Krankenversicherung usw.
Sie haben Ihre Kinder nur aus staatstragenden Gründen bekommen? Mein Mitleid (vor allem Ihren Kindern)!
Und, nur so nebenbei: nicht alle Kinderlosen sind freiwillig kinderlos.
Und, nein, ich schreibe das nicht als kinderlose Person, sondern als eine, die Kinder bekommen hat und zwar in erster Linie zu ihrer persönlichen Lebensbereicherung.

In der Stille hallten ihre Schritte wider.
 
30
Es ist ja sehr schön von Ihnen,

dass Sie so gerne zahlen. Was aber haben Sie dagegen, ein System wie in Norwegen oder Schweden einzuführen, in dem die halbwegs kostendeckend sind?
Bei uns geht sich die Familienbeihilfe nicht einmal dafür aus, um einen Kindergarten zu bezahlen. Denken Sie einmal darüber nach!
Und natürlich, es gibt Paare, die nicht freiwillig kinderlos ist. Nur soll mein Vorschlag ja keine Bestrafung sein, sondern lediglich ein Ausgleich. Und außerdem kann man ja Kinder adoptieren.

Clochard
 
16
och, mir bricht das herz

sie arme, sich aufopfernde person zeugen kinder für die volksgemeinschaft.

warten sie, ich muß mir die sonnenbrille aufsetzen,
ihr heiligenschein blendet mich so.

In der Stille hallten ihre Schritte wider.
 
20
Sinnerfassend Lesen ist nicht Ihres!

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13
generationenvertrag

es ist leider typisch und symptomatisch für unsere gesellschaftlichen werte, dass wir für probleme zuerst mal schuldige suchen und frauen, diese blöden hexen, haben ja schon immer alles verbockt, oder?
Diese verlogenheit geht mir am nerv.

Das eigentliche dilemma ist, dass der generationenvertrag keine gültigkeit mehr besitzt. Es gibt ihn realistisch betrachtet nicht mehr und niemand hat den mut, das zuzugeben.
Wir brauchen endlich politiker, die professionell eine lösung dafür finden, wie jeder mensch seine eigene vorsorge bewerkstelligen kann/muss und besser verdienende einen ausgleichsfonds füttern.

In der Stille hallten ihre Schritte wider.
 
00
Grob vereinfacht kann man sagen, dass es 2 Gruppen von Menschen gibt:

die einen, die hackeln, die anderen, die fressen. Diejenigen, die hackeln, müssen für die anderen aufkommen. Das ist bei jedem Pensionssystem so.

Und ob man die Pensionen jetzt über ein Umlagesystem oder über ein Kapitaldeckungsverfahren finanziert, es ist in beiden Fällen ein Generationenvertrag. Denn auch wenn man in die eigenen Pensionsversicherung einzahlt, muss es andere geben, die die Werte schaffen, die das Geld repräsentiert.

Im übrigen glaube ich nicht, dass die Frauen schuld an der Misere sind, sondern die familienfeindliche Politik der letzten Jahrzehnte.

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