Steiermark: Unfall-Serie mit zahlreichen Verletzten

31. August 2008, 18:15
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Pkw prallte auf A9 gegen Sicherungsfahrzeug der Feuerwehr - Auch bei Unfall auf A2 Ursache vermutlich Sekundenschlaf

Graz - Zu mehreren schweren Unfällen, die ein Todesopfer und zahlreiche zum Teil Schwerverletzte forderten, ist es am Sonntag auf Autobahnen und Schnellstraßen in der Steiermark gekommen. In zwei Fällen wird Sekundenschlaf als Ursache angenommen. Der schwerste Crash mit einem folgenden Auffahrunfall passierte auf der A9, der Pyhrnautobahn, bei Rottenmann (Bezirk Liezen): Ein türkischer Lenker kam ums Leben, insgesamt sieben Personen erlitten zum Teil schwerste Verletzungen.

Der erste Unfall ereignete sich nach Mitteilung der Einsatzkräfte gegen 8.45 Uhr: Ein Pkw, der in Fahrtrichtung Linz unterwegs war, geriet von der Fahrbahn und stürzte sich überschlagend über die Böschung. Dabei starb der Lenker, ein 44-jähriger türkischer Staatsbürger. Ein Mitfahrer erlitt schwere, eine Frau leichte Verletzungen.

Leichtere Verletzungen

Die Einsatzkräfte von Rotem Kreuz und Feuerwehr hatten gerade mit der Bergung begonnen, als es zu einem weiteren schweren Unfall kam. Ein Pkw mit deutschem Kennzeichen prallte gegen das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr, das zur Absicherung der Unfallstelle verwendet worden war. Die Feuerwehrmänner konnten sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, dennoch wurden zwei leicht verletzt. Dabei wurden ein 50-jähriger Mann und eine Frau schwerst verletzt, ein siebenjähriges Kind und eine weitere Insassin - alle türkische Staatsbürger - kamen mit leichteren Verletzungen davon.

Die Verletzten wurden von mehreren Rot-Kreuz-Teams der Bezirke Liezen und Leoben, einem praktischen Arzt, der Besatzung des ÖAMTC-Notarzthubschraubers C14 sowie der Feuerwehrrettung Admont versorgt und in die Krankenhäuser Rottenmann, Kalwang und Leoben eingeliefert. Das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes übernahm die Betreuung der Leichtverletzten.

Die Autobahn war vier Stunden lang gesperrt. Auf der örtlichen Umfahrung kam es, verstärkt durch den Urlauberrückreiseverkehr, zu Staus und Zeitverlusten von bis zu eineinhalb Stunden.

Ebenfalls durch Sekundenschlaf dürfte ein zweiter Unfall mit vier Verletzten auf der A2, der Südautobahn in einem Baustellenbereich bei Gleisdorf ausgelöst worden sein: Ein 18-jährige Lenker aus Ungarn war vermutlich am Steuer eingeschlafen sein und fuhr gegen eine Betonleitschiene. Am Nachmittag krachte es noch einmal auf der S6, der Semmeringschnellstraße, bei Kindberg: Eine 59-jährige Lenkerin aus Leoben prallte mit ihrem gegen einen Anpralldämpfer vor einem Tunnelportal und wurde schwer verletzt. (APA)

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