Fünf Rapid-Goals in Linz

30. August 2008, 21:55
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Ein Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten nach der Pause entschied die Partie gegen den LASK, am Ende siegte der Meister 5:2

Linz - Der LASK verliert weiter Boden auf die Spitze der Fußball-Bundesliga. Am Samstag kassierten die Linzer vor eigenem Publikum in einer turbulenten Partie eine 2:5-Niederlage gegen Rapid, das die längste Zeit ohne Steffen Hofmann auskommen musste. Nach überstandenem Magen-Darm-Virus war der Kapitän erst in der 68. Minute eingewechselt worden.

Dabei hatte ein blendend aufgelegter Christian Mayrleb hatte die Linzer zweimal in Front gebracht (18., 31.), Hoffer (25.) und Maierhofer (42.) aber noch vor Seitenwechsel zweimal ausgeglichen. Ein unglückliches Eigentor von Routinier Michael Baur  (48.) und ein Treffer von Hoffer nur zwei Minuten später brachte dann eine flugse Entscheidung zugunsten des Meisters.  Katzer (83.) fixierte schließlich den Endstand von 5:2. 

Nach 18 Minuten nahm sich Mayrleb eine Vorlage von Salmutter gefühlvoll herunter und vollendete aus wenigen Metern zum 1:0. Hoffer, der aus spitzem Winkel Goalie Cavlina bezwang, sorgte freilich für eine prompte Antwort in Grün-Weiß (25.). Die Linzer bekamen den flinken Stürmer während der gesamten Partie nie richtig in den Griff. Weitere sechs Minuten später war erneut Mayrleb an der Reihe. Er knallte den Ball nach einem Zuspiel von Vastic - der ansonsten sehr blass blieb - unhaltbar unter die Latte.

Noch vor dem Seitenwechsel hätten die Linzer auf 3:1 erhöhen können. Der überraschte Vastic kam aber nach einem Schuss von Saurer nicht an den von der Latte  abspringenden Ball heran  (39.). Anstatt die Führung auszubauen, kassierte Schwarz-Weiß den Ausgleich: Salmutter verlor im Spielaufbau den Ball, ein Doppelpass zwischen Boskovic und  Maierhofer folgte,  und dann ein satter Schuss ins Kreuzeck des langen Rapidlers (42.) - die schönste Aktion der Partie.  Koch-Ersatzmann Raimund Hedl vereitelte nur kurz darauf mit einer herrlichen Parade die Wiedergutmachung Salmutters, als er dessen Versuch aus 25 Metern über die Latte drehte.

Ein Eigentor brachte Rapid dann kurz nach dem Seitenwechsel auf die Siegerstraße: Hoffer setzte sich einmal mehr durch, sein Billardstoß drehte sich via Wisio und Baur schließlich ins Netz (48.). Nur zwei Minuten später trat der Teamstürmer erneut als Torschütze in Erscheinung. Nach einem weiten Ball auf Boskovic kam das Leder zu Hoffer, der sich nicht bitten ließ (50.). Die LASK-Defensive präsentierte sich in dieser Phase wie von allen guten Geistern verlassen.

In der Folge waren die Linzer nicht mehr in der Lage, Rapid ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, obwohl Hedl durchaus das ein oder andere Mal in Aktion treten musste. So hatte etwa Klein, der in der vergangenen Runde noch auf die Tribüne verbannt worden war, zweimal die Gelegenheit zu einem Treffer (59., 64.). Auch die Rapid-Abwehr war an diesem Tag nicht gerade perfekt durchorganisiert. Es sollte Katzer vorbehalten bleiben per Kopf in der 83. Minute den Endstand zu besorgen. (red/APA)

LASK Linz - SK Rapid Wien 2:5 (2:2). Stadion der Stadt Linz, 13.100 Zuschauer,
Schiedsrichter Konrad Plautz

Torfolge: 1:0 (18.) Mayrleb
1:1 (25.) Hoffer
2:1 (31.) Mayrleb
2:2 (42.) Maierhofer
2:3 (48.) Baur (Eigentor)
2:4 (50.) Hoffer
2:5 (83.) Katzer

LASK: Cavlina - Gansterer, Baur, Hoheneder, Wisio - Klein, Salmutter (62. Schreiner), Panis, Saurer - Vastic (54. Mijatovic), Mayrleb

Rapid: Hedl - Dober, Tokic, Patocka (46. Eder), Katzer - Thonhofer (67. Hofmann), Heikkinen, Boskovic, Kavlak - Maierhofer, Hoffer (86. Jelavic)

Gelbe Karten: Panis bzw. Patocka, Katzer, Heikkinen

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Erwin Hoffer tanzt durch gelichtete Reihen in der LASK-Hintermannschaft.

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