ai.academy: Sattelfest in Menschenrechtsfragen

29. August 2008, 18:55
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Das Konzept der ai.academy ist inzwischen für andere Niederlassungen der Hilfsorganisation weltweit interessant geworden

Wien - Seit die ai.academy, die Weiterbildungseinrichtung von Amnesty International (ai) Österreich, im Herbst 2004 eröffnet worden ist, habe das Konzept weltweites Interesse erfahren, freut sich Mitbegründerin Barbara Weber. In Schweden gebe es mittlerweile seit einem Jahr ebenfalls eine solche Einrichtung, in Australien liefen entsprechende Überlegungen, die FinnInnen und NorwegerInnen setzen sich zumindest ernsthaft mit dem Konzept auseinander. Eine Entwicklung, die Weber "durchaus stolz" macht.

Angebot

Das Angebot der österreichischen VorreiterInnen umfasst sowohl offene Veranstaltungen als auch interne Fortbildungen, die speziell auf die Bedürfnisse der vielen aktiven ai-Mitglieder zugeschnitten sind. Diesen steht etwa im November die Tagung "(K)ein Grund zum Feiern" offen, die sich dem 60-Jahr-Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verschrieben hat.
Von den "Basics für NeueinsteigerInnen" über Auseinandersetzungen mit Themen wie dem "Urteil: Todesstrafe" bis hin zu Kamingesprächen, die etwa "Einblicke in die Arbeit des ai-Vorstandes" gewähren, wird die Arbeit und der Aufbau der Organisation gut durchleuchtet.
Darüber hinaus sollen auch viele Privatpersonen angesprochen werden, und das österreichweit in allen Bundesländern. "Schutz vor Rassismus und religiöser Diskriminierung" in Wien, "Menschenrechte vermitteln" in Krems oder auch "Wenn der Staat tötet", wie sich ein Tageskurs über "Fakten, Hintergründe und Perspektiven zur Todesstrafe" in Dornbirn nennt, stehen zur Auswahl.

Lehrgang je nach Interesse

Pro Jahr durchlaufen 400 bis 500 Interessierte das vielseitige Programm, dessen Einzelveranstaltungen auch sinnvoll zu speziellen Schwerpunkten - zum Beispiel mit Fokus auf Diskriminierung oder Frauenrechte - kombiniert werden können und sollen, wie Weber ausführt:"Man stellt sich quasi selbst einen Lehrgang zusammen, je nach Interessenlage." Im Zentrum ihres Bemühens stehe dabei der Wunsch, StaatsbürgerInnen auf ihre persönlichen Rechte sowie auf Menschenrechte im Allgemeinen aufmerksam zu machen.
"Wenn ich von Recht spreche, dann meine ich eben nicht das trockene, juristische Recht", betont Weber. Gesetze seien schließlich leicht abzuändern. Über Grundrechte sei aber nicht zu debattieren. "Die Haltung der Menschen ist auch eine ganz andere, wenn klar ist, dass etwa Asyl kein Gnadenakt ist, wie er politisch verkauft wird, sondern ein Recht." In der ai.academy werde den Lernenden eine "Menschenrechtsbrille" verpasst.

Unter den Trainerinnen und Trainern der ai.academy finden sich übrigens durchwegs Personen, die sich seit längerem wissenschaftlich und praktisch mit Menschenrechten und Diskriminierung beschäftigen. Neben Weber selbst sind etwa die Juristin und Politologin Katrin Wladasch, Vorstandsmitglied des Antirassismusvereins Zara, der Mitbegründer des Zentrums für selbstbestimmtes Leben, Martin Ladstätter, der Mitbegründer der Homosexuelleninitiative (Hosi), Kurt Krickler, und die Feminismusforscherin Gudrun Hauer, Lehrbeauftragte an der Universität Wien, mit an Bord. (Bernhard Madlener, DER STANDARD, Print, 30./31.8.2008)

  • Barbara Weber gründete die ai.academy 2004.
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    foto: privat

    Barbara Weber gründete die ai.academy 2004.

     

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    Freiheitsbeschränkung, Diskriminierung, Ungleichbehandlung - die Bildungsschiene von Amnesty International Österreich klärt über Grundrechte auf und beflügelt den Geist.

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