Deutsche-Telekom-Mitarbeiter demonstrieren gegen Call-Centern

29. August 2008, 15:58
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800 protestieren gegen Standortschließungen - Umbau sei zutiefst unsozial und wirtschaftlich unsinnig

Der Konflikt um die Schließung von Call-Centern der Deutschen Telekom spitzt sich zu: Am Freitag demonstrierten mehrere hundert Mitarbeiter des Konzerns in Berlin gegen die geplante Schließung von Standorten in 39 Städten. Der Umbau sei zutiefst unsozial und wirtschaftlich unsinnig, kritisierte DGB-Chef Michael Sommer bei der Protestaktion vor der Hauptstadtrepräsentanz der Telekom. Dies würden die Vertreter der Arbeitnehmer bei der am gleichen Tag stattfindenden Sitzung des Aufsichtsrats auch deutlich machen, sagte er.

Teilnahme

Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di beteiligten sich rund 800 Beschäftigte an der Protestveranstaltung. Die deutsche Telekom will den Betrieb der Call-Center rentabler machen und die rund 18.000 Mitarbeiter an Standorten in 24 Städten bündeln. Betroffen ist knapp die Hälfte der Beschäftigten, darunter auch mehrere hundert Auszubildende. An den Protesten beteiligten sich Mitarbeiter unter anderem aus Potsdam, Berlin, München, Halle/Saale, Schwerin und Nordrhein-Westfalen.

Verschärfung

Die Gewerkschaft will die Auseinandersetzung mit der Telekom- Führung nun verschärfen. "Die Demonstration in Berlin ist erst der Anfang", sagte ver.di-Bundesvorstand Lothar Schröder, der wie Sommer im Aufsichtsrat der Telekom sitzt. Nach der Schließungsankündigung des Vorstandes werde das Unternehmen nicht mehr zu Ruhe kommen. "Unterstützung erhalten die Mitarbeiter von der Politik und den betroffenen Städten", sagte Schröder. (APA)

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