Gesichtsbetrachtung kulturell geprägt

1. September 2008, 10:51
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Schottische Studie stellt universelle Betrachtungsabfolge in Frage

New York - Bisher sind Forscher davon ausgegangen, dass alle Menschen bei der visuellen Verarbeitung von Gesichtern auf dieselben Gesichtszüge achten. Nun hat eine schottische Studie gezeigt, dass das Betrachten von Gesichtern stark von der Kultur geprägt wird.

Die Forscher um Roberto Caldara von der Universität Glasgow beobachteten die Augenbewegungen von Menschen europäischer und ostasiatischer Herkunft beim Betrachten von Gesichtern. Während die Teilnehmer europäischer Abstammung sich vor allem auf die Gesichtszüge um die Augen und den Mund konzentrierten, blickten die ostasiatischen Probanden in die Mitte des Gesichts, wie Caldara im Online-Fachblatt "PLoS One" schreibt. Dies könne daran liegen, dass der Blick in die Augen in ostasiatischen Kulturen als aufdringlich gelte. (APA/AP)

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