AK warnt vor Spesen bei Verträgen

29. August 2008, 13:13
1 Posting

Vergleich der Angebote zahlt sich aus - Unterjährigkeitszuschlag, Zahlscheingebühr oder Rückbuchung sind Hinweise für Spesen

Wien - Die Arbeiterkammer (AK) warnt davor, dass beim Abschluss von Versicherungsverträgen auch Spesen und zusätzliche Kosten anfallen können. Wer etwa die Prämie nicht auf einmal, sondern monatlich einzahlt, müsse mit bis zu 6 Prozent Spesen rechnen, hieß es am Freitag in einer Aussendung. Ein Vergleich unter den Versicherern vor Vertragsabschluss zahle sich daher aus, so der Tipp. Darüber könne über die Spesen auch verhandelt werden.

Bezeichnungen im Vertrag wie Unterjährigkeitszuschlag oder Vinkulierung sind laut AK Hinweise für zusätzliche Kosten. Aber auch Zahlscheingebühr, Rückbuchung oder Zahlungsverzug deuten auf zusätzliche Spesen hin. Von Versicherung zu Versicherung gebe es aber Unterschiede.

Zur Verrechnung des Unterjährigkeitszuschlags könne es dann kommen, wenn die Versicherungsprämie nicht auf einmal im Voraus, sondern vierteljährlich oder monatlich einbezahlt wird. Ob und in welcher Höhe ein solcher Zuschlag verrechnet wird, sei vom Unternehmen und von der Sparte (Leben, Unfall, Kranken, Kfz) abhängig, so die AK. Einige Versicherungen würden darauf verzichten, wenn die Prämie per Konto-Abbuchung bezahlt wird.

Vinkulierung

Eine Vinkulierung fällt dann an, wenn der Versicherungsvertrag als Sicherheit bei Krediten verwendet worden ist. Die Versicherung wird in diesem Fall zugunsten der Bank vinkuliert und die Versicherung darf im Schadensfall nur mit Zustimmung der Bank die Versicherungsleistung auszahlen. Die Auszahlungssperre kann laut AK bis zu 133 Euro kosten. Bei einigen Er- und Ablebensversicherung sei die Vinkulierung aber kostenlos.

Das Verrechnen von Spesen ist laut AK rechtlich gedeckt: Versicherungsunternehmen dürfen neben der Prämie auch Gebühren verlangen, die der Abgeltung von Mehraufwendungen dienen, wenn sie durch das Verhalten des Versicherungsnehmers veranlasst wurden.

Um die Spesen so gering als möglich zu halten, raten die Konsumentenschützer neben einem Vergleich der verschiedenen Angebote auch dazu, die Prämie mit Einzugsermächtigung zu zahlen, damit keine Zahlscheingebühren anfallen. Außerdem sollte ein Zahlungsverzug vermieden werden, da so der Versicherungsschutz verloren gehen kann und Mahnspesen anfallen. (APA)

Share if you care.