63 Prozent mit Weiterbildungschancen zufrieden

29. August 2008, 11:52
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Die bereits erworbene Stellung im Berufsleben ist ausschlagegebend für die Zufriedenheit mit Weiterbildung - Nur 40 Prozent der Hilfskräfte sehen gute Chancen

Die Chancen auf Aus- und Weiterbildung sind in Österreich nach wie vor ungleich verteilt. Wer bereits über gute Ausbildung verfügt, kann zumeist im Lauf seines Berufslebens seine Fähigkeiten noch ausbauen. Wer allerdings mit geringer Ausbildung in den Job einsteigt, hat deutlich weniger Chancen, sich zu verbessern. Das hat die Sonderauswertung des Arbeitsklima-Index ergeben, der anhand einer repräsentativen Umfrage ermittelt wird.

Bei Hilfskräften ohne spezielle Ausbildung sind nur 40 Prozent zufrieden, bei Facharbeiter sind es 60 Prozent. Ähnlich auch bei den Angestellten: 55 Prozent der Angestellten, 68 Prozent der qualifizierten und sogar 80 Prozent der leitenden Angestellten bezeichnet sich selbst als zufrieden. Teilzeitbeschäftigte sind generell mit ihren Weiterbildungschancen weniger zufrieden, was vor allem Frauen trifft.

Die Angestellten im Geld- und Versicherungswesen liegen mit 81 Prozent Zufriedenen an der Spitze. Die Angestellten in den Branchen Energie/Wasser, Gesundheitswesen und Chemie folgen mit 75 Prozent. Im Tourismus und Einzelhandel ist hingegen nur die Hälfte zufrieden. Ähnlich auch bei den Arbeitern. Spitzenreiter ist die Eisen-, Metall- und Elektroindustrie (60 Prozent) während in den Branchen Verkehr/Transport/Nachrichtenwesen als auch Einzelhandel, Fremdenverkehr und Lebensmittelindustrie die Zufriedenheit nur zwischen 40 und 45 Prozent liegt.

Die Zufriedenheit der Beschäftigten mit beruflicher Aus- und Weiterbildung ist insgesamt in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. 1997 zählten 53 Prozent zur Gruppe der "ziemlich" und "sehr Zufriedenen", heute sind es 63 Prozent. Der Zuwachs ist vor allem auf höhere Zufriedenheit der Arbeitnehmer/-innen mit Matura und jener mit nur Lehr- und Pflichtschulabschluss zurückzuführen. (red)

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