Wenig Kenntnisse über Vaginalinfektionen

29. August 2008, 11:01
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Laut einer Umfrage kennen die Hälfte der befragten Frauen keine Hygienemaßnahmen gegen Vaginalinfektionen

Wien - Jede zweite Frau leidet mindestens einmal im Monat unter den Auswirkungen eines gestörten Vaginalklimas wie Juckreiz - aber nur ein Drittel begibt sich in ärztliche Behandlung. Dies ergab eine Umfrage des Unternehmens CSC Pharmaceuticals unter 500 Teilnehmerinnen zwischen 16 und 42 Jahren.

Der Rest sucht entweder Rat bei einer gleichaltrigen Freundin, der Mutter oder verdrängt das Problem, obwohl sieben von zehn Frauen bewusst ist, dass sich hinter den Symptomen auch ernsthafte Erkrankungen verbergen können, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Besonders die Gruppe der unter-20-jährigen hatte keine Erklärung für solche Symptome. Die Frage über Kenntnisse einfacher Vorbeuge- und Hygienemaßnahmen zur Verhinderung von Vaginalinfektionen beantwortete fast die Hälfte mit "weiß nicht".

Saures Milieu

Milchsäurebakterien sorgen für ein saures Milieu und verhindern so das Eindringen von Krankheitserregern. Von den Befragten wussten dies nur 4,4 Prozent. Dieser sogenannte "Laktobazillen-Schutzwall" kann durch unterschiedliche Einflüsse wie z. B. Antibiotika geschwächt werden - nur acht von zehn Frauen kennen diese Situation.

Bei vielen Frauen weist die Vaginalflora generell zu wenig Lactobazillen auf, was nicht immer zu Infektionen führen muss. Die Betroffenen leiden aber oft unter vermehrtem Ausfluss, Juckreiz oder Brennen. Nur 37 Prozent der Befragten suchen deswegen GynäkologInnen auf, obwohl 70 Prozent bewusst ist, dass diese auch Ursache ernster Erkrankungen sein können. (APA)

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