"Jerusalem Post": Iran und Hisbollah errichten Terrorbasen in Venezuela

28. August 2008, 21:01
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Israelis zu Vorsicht bei Auslandsreisen gemahnt

Jerusalem/Wien - Nach Meinung westlicher Anti-Terror-Experten haben der Iran und die von ihm unterstützte radikale libanesische Schiitenbewegung Hisbollah Kämpfer in Venezuela stationiert. Deren Ziel sei es, israelische Geschäftsleute zu entführen und in den Libanon zu verschleppen, berichtete das israelische Radio am Donnerstag nach Angaben der "Jerusalem Post" (Online-Ausgabe).

Das Blatt verwies in diesem Zusammenhang auf das enge Verhältnis zwischen dem linksnationalistischen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez und dem ultrareligiösen iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad. Beide verbindet vor allem ihre Gegnerschaft gegenüber den USA.

agenten

In einem Interview mit der "Los Angeles Times" berichtete ein Anti-Terrorismus-Experte, dass vom Iran unterstützte Agenten inzwischen venezolanische Bürger zur Zusammenarbeit bewegen konnten. Ihre Aufgabe sei es etwa, auf Flughäfen die Ankunft jüdischer Reisender zu beobachten. Zudem könnte Venezuela zum Stützpunkt für anti-israelische Terroraktionen werden.

Am vergangenen Mittwoch hatte nach Angaben der israelischen Zeitung "Haaretz" die Anti-Terror-Abteilung des israelischen Ministerpräsidentenbüros eine Warnung herausgegeben, wonach die Hisbollah die Entführung israelischer Bürger plane als Vergeltung für die Ermordung von Imad Mughniyeh im Februar in Damaskus.

Mughniyeh, ein hochrangiger Hisbollah-Kommandant, starb bei einem Bombenanschlag, den die schiitische Miliz dem israelischen Geheimdienst Mossad anlastet. Israel hat aber eine Verwicklung in das Attentat zurückgewiesen. (APA)

 

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