Brasilien: 2.000 Pinguine durch Ölteppich verendet

28. August 2008, 20:25
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Die Kadaver der Tiere werden seit Sonntag ununterbrochen an die Küsten gespült

Rio de Janeiro - Mindestens 2.000 Pinguine sind in Brasilien in den vergangenen Tagen durch einen Ölteppich verendet. Die Kadaver der Tiere werden seit Sonntag ununterbrochen an den Küsten der südlichen Bundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul angespült. Hunderte überlebende Tiere werden im "Spezialzentrum für wildlebende Tiere" in der Provinzhauptstadt Florianopolis gepflegt.

Bisher ist weder bekannt, von welchem Schiff das Öl stamme noch wo der Ölteppich sich genau befindet. Das Öl wird aber auf hoher See vermutet. Schiffe und Flugzeuge der brasilianischen Marine seien unterwegs, um das genaue Ausmaß zu ermitteln, so die Behörden.

Das Pflegezentrum in Florianopolis sei völlig überfordert mit der Arbeit. Zu dieser Jahreszeit kümmere man sich dort normalerweise nur um zwei bis drei Tiere gleichzeitig, hieß es in den Medien. Seit dem Wochenende würden dort aber täglich 30 bis 40 durch Öl verschmutzte Tiere abgegeben. Biologen und Tierärzte aus anderen Bundesstaaten seien inzwischen nach Florianopolis in Santa Catarina entsandt worden.

Der Kontakt mit dem Öl entzieht dem Gefieder der Pinguine und anderer Seevögel die wärmende und wasserabweisende Funktion. Die Tiere werden schwerer, können kaum noch schwimmen, lassen Kräfte und erfrieren. Im Winter der südlichen Halbkugel verirren sich Tausende von Pinguinen nach Brasilien, weil sie bei der Nahrungssuche von kalten Meeresströmungen von der Antarktis gegen Norden getrieben werden. (APA/dpa)

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