Tchibo fasst nicht Fuß

28. August 2008, 17:59
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Gewinneinbruch im Halbjahr - Leidet im Geschäft mit Haushaltswaren unter Wettbewerb mit Diskontern

Hamburg - Der scharfe Wettbewerb und die laufende Sanierung haben dem Kaffeeröster und Einzelhändler Tchibo einen Gewinneinbruch beschert. Der operative Gewinn ging im ersten Halbjahr um 80 Prozent auf sieben Mio. Euro zurück, wie der Hamburger Mutterkonzern Maxingvest am Donnerstag bekanntgab. Der Umsatz verringerte sich um zwölf Prozent auf 1,47 Mrd. Euro. Neben der Sanierung sorgt der schwache Konsum dafür, dass Tchibo bisher nicht auf die Beine kommt.

Tchibo leidet im Geschäft mit Haushaltswaren und anderen Gebrauchsartikeln unter dem Wettbewerb mit Diskontern wie Aldi und Lidl. Zu Jahresbeginn hatte der Vorstand daher beschlossen, die Zahl der kleineren Läden und Verkaufsstellen zu verringern. Knapp 60 Läden gingen an den Mobilfunkbetreiber E-Plus. Der Markt für Kaffeeläden gilt in Deutschland als nicht ausbaufähig. Die Filialen werden daher umgebaut: "Gastro-Ecken" sollen zu Verzehr von Snacks und belegten Brötchen einladen.

Gute Geschäfte des Kosmetik- und Klebstoffkonzerns Beiersdorf, an der die von der Familie Herz kontrollierte Maxingvest mit 50,5 Prozent beteiligt ist, sorgten dafür, dass die Dachgesellschaft in der ersten Jahreshälfte stabile Umsätze auswies. Die Erlöse der Holding stagnierten mit 4,564 Mrd. Euro auf Vorjahreshöhe. Der operative Gewinn (EBIT) erhöhte sich um 15 Prozent auf 385 Mio. Euro. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 285 Mio. Euro, 19 Prozent mehr als vor Jahresfrist. (APA/Reuters)

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