Norah Jones räumt mit Debütalbum bei den Grammys ab

13. August 2003, 00:29
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Drei Grammys für Springsteen - Harnoncourt und Zawinul gingen leer aus

New York - Die vor einem Jahr noch unbekannte Sängerin und Pianistin Norah Jones hat in der Nacht zum Montag bei der Grammy-Vergabe abgeräumt. Mit ihrem Debütalbum "Come Away With Me" setzte sie sich gegen Superstars wie Bruce Springsteen, Eminem und die Dixie Chicks durch. Die Österreicher Nikolaus Harnoncourt in der Sparte "Beste orchestrale Darbietung" und Joe Zawinul (Jazz) gingen leer aus.

Jones gewann die Grammys für das insgesamt beste Album, für den besten einzelnen Titel sowie für die beste neue Künstlerin des Jahres. Außerdem holte sie sich mit ihrer Soft-Jazz-Platte den Grammy für das beste Pop-Album. Ihr Titel "Don't Know Why" wurde bester Song des Jahres, wobei der Grammy dafür an den Songschreiber Jesse Harris ging.

Wer hätte das geahnt?"

Jones - eine Tochter des berühmten indischen Musikers Ravi Shankar - war sichtlich gerührt. "Wer hätte das geahnt?", fragte sie in die Runde. "Ich jedenfalls nicht." Sie sei sehr froh über diese Anerkennung "in einer Zeit, wo die Welt wirklich verrückt ist", sagte sie.

Bruce Springsteen gewann mit seinem Album "The Rising", das er unter dem Eindruck der Terroranschläge auf das World Trade Center geschrieben hatten, insgesamt drei Grammys - darunter den für das beste Rockalbum des Jahres. Drei Preise bekamen auch die drei Damen vom Country-Trio Dixie Chicks für ihr Album "Home".

Eminem mit zwei Grammys

Der Rapper Eminem konnte zwei Grammys mitnehmen, darunter mit der LP "The Eminem Show" den für das beste Rap-Album. In dieser Kategorie hat Amerikas weißer Rapper insgesamt bereits drei Mal gewonnen. Zu den Doppelgewinnern gehören auch India.Arie, die unter anderem den Grammy für das beste R&B-Album bekam, sowie der Rapper Nelly und die Rockband Coldplay.

Das frühere Folkpop-Duo Simon & Garfunkel wurde von der Grammy- Akademie mit einem Sonderpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In ihrem ersten gemeinsamen Auftritt seit zehn Jahren spielten Paul Simon und Art Garfunkel bei der Gala im Madison Square Garden ihren Klassiker "The Sound of Silence".

Erstmals seit 1998 wieder in New York

In der Sparte "Beste orchestrale Darbietung" verloren der österreichische Dirigent Harnoncourt und das Chamber Orchestra of Europe gegen den amerikanischen Dirigenten Michael Tilson Thomas und die San Francisco Symphonie. Zawinul zog in der Sparte "Best Contemporary Jazz Album" mit "Faces & Places" ebenfalls den Kürzeren. Hier siegte "Speaking Of Now" (Pat Metheny Group).

Die von der National Academy of Recording Arts & Sciences veranstaltete Grammy-Verleihung fand zum ersten Mal seit 1998 wieder in New York statt. Sie waren 1999 nach einem Streit mit damaligen New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani nach Los Angeles verlegt worden.(APA/dpa/Reuters/AP)

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