Kunsträuber zerstören altrömische Fundstätte in Serbien

22. Februar 2003, 22:03
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Mit Baggern und großen Baumaschinen Teil eines antiken Theaters vollkommen demoliert

Belgrad - Organisierte Kunsträuber haben die altrömische Großsiedlung Viminatium in Ostserbien schwer beschädigt. Die unbekannten Täter hätten auf der Suche nach Gold und anderen Schätzen mit Baggern und großen Baumaschinen einen Teil des antiken Theaters vollkommen zerstört, sagte Archäologieprofessor Miomir Korac, Ausgrabungsleiter, der Nachrichtenagentur Tanjug am Samstag. Die unbekannten Täter hätten viele gut erhalte Säulen und bisher unentdeckte Gräber sowie Häuserreste zerstört.

Viminatium war in der Antike eine wichtige Grenzstadt. In den vergangenen 25 Jahren erforschten die Archäologen hier 13.000 Gräber. Dabei stießen sie auf mehr als 30.000 Artefakte, davon 700 goldene oder silberne.

Die großflächige Anlage nahe des ostserbischen Pozarevac wird nicht bewacht. Die Kunsträuber hätten in der abgelegenen Region in den vergangenen Wochen deshalb mehrere Male zuschlagen können. Dabei hatten sie es vor allem auf bisher noch nicht erforschte Teile der Anlage abgesehen. Ob sie etwas gestohlen haben, war noch unklar. Die Ausgrabungen sollen im kommenden Sommer mit modernem Gerät und internationaler Unterstützung fortgesetzt werden. (APA/dpa)

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