Deutschland: Bereits 4,7 Millionen Arbeitslose

22. Februar 2003, 21:58
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Jahresdurchschnitt von 4,4 Millionen erwartet

Berlin - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland steigt nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" ungebremst weiter. Für den Februar hätten die Arbeitsverwaltungen mehr als 4,7 Millionen Arbeitslose vorausberechnet. Die Hochrechnung für das gesamte Jahr steigt nach Informationen von "Welt am Sonntag" bereits auf einen Durchschnitt von etwa 4,4 Millionen Arbeitslosen. Bisher ging der deutsche Wirtschaftsminister Wolfgang Clement von 4,2 Millionen im Schnitt aus.

CSU-Chef Edmund Stoiber sagte, Deutschland erlebe die schwerste Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte. "Wir haben über 300.000 Arbeitslose mehr als die Bundesregierung geplant hatte. Das bedeutet eine Mehrbelastung für die öffentlichen Haushalte von über sieben Milliarden Euro", sagte Stoiber der Zeitung. Gleichzeitig falle das Wirtschaftswachstum auf null Prozent. Er warf der rot-grünen Regierung Untätigkeit vor.

Gleichzeitig warnte Stoiber vor den wirtschaftlichen Folgen einer deutsch-amerikanischen Verstimmung. Nach seinen Angaben rechnen Experten mit einem Exportminus im US-Geschäft um bis zu zehn Prozent. Dadurch seien 120.000 Arbeitsplätze gefährdet. (APA/dpa)

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