Pröll: Mit den Freiheitlichen ist kein Staat zu machen

22. Februar 2003, 15:49
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Schwarz-Blau könnte im Eilzugstempo stehen

Wien - Die Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ könnten rascher als erwartet beendet sein. Wie das Radio-Morgenjournal des ORF am Samstag berichtete, werde am Wochenende in Untergruppen über die Neuauflage von Schwarz-Blau verhandelt. Es gebe Spekulationen, wonach bereits kommenden Dienstag die Regierung stehen könnte. Unterdessen warnt Niederösterreichs ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll neuerlich vor einer Koalition mit den Freiheitlichen. "Mit der FPÖ ist kein Staat zu machen", erklärt Pröll im "profil".

Pröll: "Die Freiheitlichen haben vor einem halben Jahr aufgrund ihrer eigenen Instabilität die Regierung in die Luft gejagt. Nach meiner Einschätzung hat sich dieser Zustand der FPÖ innerhalb der letzten Monate mit Sicherheit nicht geändert." Der Wähler habe die FPÖ am 24. November vorigen Jahres aus der Regierung verwiesen. Der FPÖ-interne Machtkampf zwischen Parteichef Herbert Haupt und dem dritten Nationalratspräsidenten Thomas Prinzhorn sei noch lange nicht ausgestanden. Pröll: "Mit solch einem Partner ist kein Staat zu machen."

Für die niederösterreichischen Landtagswahlen am 30. März erhofft sich der Landeshauptmann "eine klare Mehrheit mit welchen Vorzeichen auch immer". Pröll: "Eindeutigkeit und Klarheit sind gefragt, damit wir uns in Niederösterreich ein derartiges Schlamassel, wie es auf der Bundesebene jetzt statt findet, ersparen." (APA)

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