Haider betont seine Rolle als Landeshauptmann

22. Februar 2003, 15:32
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"Sitze in keinem Verhandlungsteam" - Ex-FPÖ-Chef bekräftigt Forderung nach Steuersenkung

Wien - Er wünsche nicht Bestandteil irgendwelcher Entscheidungen zu sein, er sitze in keinem Verhandlungsteam. Er hoffe allerdings, dass sich eine künftige Regierung eine Senkung der Steuerbelastung, wie dies der Kärntner Landtag einstimmig gefordert habe, zu eigen mache. Ihm sei das eigene Bundesland wichtig. So kommentierte der Kärntner Landeshauptmann und frühere FPÖ-Obmann Jörg Haider die Entscheidung zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ in einem in der Nacht zum Samstag ausgestrahlten Interview der ZiB 3.

Die FPÖ sei auf die Verhandlungen gut vorbereitet, er habe kürzlich mit Parteichef Herbert Haupt gesprochen, sagte Haider. Angesichts der Kritik der Landeshauptleute von Nieder- und Oberösterreich an der geplanten Neuauflage der schwarz-blauen Koalition zeigte sich Haider "amüsiert". Würde er sich so artikulieren, wäre gleich vom "Störenfried" aus dem Süden die Rede. Mit dem aus der FPÖ ausgetreten Karl-Heinz Grasser als Finanzminister habe er "kein Problem". Dieser könnte jedoch jedoch Probleme haben, wenn er auf die Forderungen der Bundesländer nicht eingehe, so der Kärntner Landeshauptmann.

Gefragt nach seinem Verhältnis zu Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) sagte Haider: "Ich kommuniziere als Landeshauptmann mit den Organen der Republik". Er brauche sich keine Gedanken darüber zu machen, wie er mit jemandem umgehen solle, "der das was er ist nicht ohne meine Unterstützung geworden wäre". (APA)

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