Unternehmen antworten nicht auf einfache Fragen per E-Mail

22. Februar 2003, 15:30
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Schwaches Online-Feedback deutscher Firmen - 63 Prozent reagieren nicht

63 Prozent der deutschen Unternehmen antworten nicht auf einfache Fragen per E-Mail. Das ist das Ergebnis einer Seminarstudie an der Ruhr-Universität in Bochum. "Es sieht so aus, als hätten die Unternehmen kein Interesse an einer Kommunikation mit ihren Zielgruppen per E-Mail", erläutert Arne Westermann die Ergebnisse der Arbeit. Westermann untersucht in seiner Dissertation die Unternehmenskommunikation via Internet.

"Unternehmenskommunikation im Internet"

Im Rahmen des Seminars "Unternehmenskommunikation im Internet" kontaktierten vier Studierende die DAX-100- sowie die 100 umsatzstärksten Nemax-All-Share-Unternehmen per E-Mail mit einfachen Fragen. Dabei gaben sie sich als Privatkunden, freie Journalisten, Kleinanleger oder Jobinteressenten aus. 63 Prozent der untersuchten Unternehmen haben auf die Anfragen nicht geantwortet. "Dass durchschnittlich 63 Prozent, in der Spitze gar 66 Prozent der Unternehmen Basisinformationen über ihr Haus verweigern, zeigt, dass sie offensichtlich ihre Hausaufgaben vergessen, während sie über die schlechte Wirtschaftslage klagen", kommentiert Westermann das Ergebnis. Darüber hinaus gäbe es aber nicht nur eine mangelnde Feedback-Rate. Auch unter der Minderheit der antwortenden Unternehmen seien die Reaktionen auf die Anfragen teilweise zu spät, unvollständig oder sogar unfreundlich erfolgt.

Die Seminararbeit kann für eine Schutzgebühr von 25 Euro beim Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum oder auf der Website von Westermann bestellt werden.(pte)

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