GAK schlägt Bregenz

23. Februar 2003, 21:52
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Kollmann begann das muntere Toreschießen gegen schwache Vorarlberger und setzte auch den Schlusspunkt zum 4:1

Graz - Der erste Sieger in der österreichischen T-Mobile Fußball-Bundesliga im Jahr 2003 heißt GAK. Die Grazer hatten am Samstag im einzigen Oberhaus-Spiel gegen SW Bregenz keine Mühe und siegten dank Treffern von Kollmann (27., 58.), Ehmann (36.) und Milinkovic (48.) mit 4:1 (2:1). Das Ehrentor der schwachen Gäste erzielte Berchtold (30.), der aber ebenso wie alle anderen Neuerwerbungen der Vorarlberger enttäuschte. Trainer Walter Schachner verbesserte seine stolze Bilanz seit Amtsantritt bei den "Rotjacken" auf fünf Siege bei drei Remis und nur einer Niederlage.

Lauer Beginn

Die rund 4.000 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion sahen zunächst einen verhaltenen Beginn beider Mannschaften, wobei die Hausherren aber leichte Vorteile hatten. Die Offensiv-Aktionen der Grazer beschränkten sich auf zwei Kopfbälle von Ehmann (3./drüber) und Kollmann (7./Tolja auf den Posten), während die Gäste den Gegner in der Anfangsphase überhaupt nicht zu gefährden vermochten. Erst nach rund 25 Minuten erhöhte die Schachner-Elf den Druck und kam durch Kollmann prompt zum 1:0. Der Kärntner war nach einer Flanke von Pötscher per Kopf aus acht Metern zu Stelle, wobei Bregenz-Keeper Tolja keine gute Figur machte.

Strohfeuer

Doch schon drei Minuten später folgte die kalte Dusche für den GAK. Nachdem die Defensive der "Rotjacken" vergeblich auf einen Foul-Pfiff von Schiedsrichter Brugger gewartet hatte, bediente Lawaree Neuerwerbung Berchtold, der souverän zum Ausgleich einschoss. Es sollte dies die erste und einzige nennenswerte Möglichkeit der Gäste bleiben. Die Vorarlberger begannen zwar mit vier Neuverpflichtungen (Berchtold, Bragstad, Dasoul, Dickhaut), die jedoch wie ihre Teamkollegen blass blieben.

Winterschlaf

Weit engagierter ging der GAK ans Werk. Die Gastgeber ließen sich vom Gegentreffer nicht beeindrucken und gingen schon sechs Minuten nach dem 1:1 erneut in Führung, als Ehmann nach einem Eckball von Amerhauser mit einem Kopfball aus kurzer Distanz auf 2:1 stellte. Nach dem Seitenwechsel legte der GAK noch einen Gang zu, die Gäste hingegen schienen sich phasenweise noch im Winterschlaf zu befinden. So zum Beispiel beim 3:1 durch Milinkovic (48.), der nach einer Freistoß-Flanke von Pötscher und einer allgemeinen Konfusion in der Bregenz-Abwehr aus rund sieben Metern trocken einschoss. Pötscher war mit einer Flanke auch Vorbereiter des vierten Treffers der Grazer (58.), für den Kollmann abermals per Kopf verantwortlich zeichnete.

Wermutstropfen

Der GAK blieb auch in der Schlussphase am Drücker, die beste Chance auf das 5:1 vergab der eingewechselte Benedict Akwuegbu, dessen Schuss um Haaresbreite an der Stange vorbeistrich. Trotz des klaren Erfolgs gab's für die Grazer einen Wermutstropfen. Kapitän Ehmann sah Gelb und ist damit für das Grazer Derby in der nächsten Runde gesperrt. (APA)

  • GAK - SW Bregenz 4:1 (2:1)
    Schwarzenegger-Stadion, 4.750, Brugger

    Tore:
    1:0 (27.) Kollmann (Kopf)
    1:1 (30.) Berchtold
    2:1 (36.) Ehmann (Kopf)
    3:1 (48.) Milinkovic
    4:1 (58.) Kollmann

    GAK: Schranz - Pötscher, Ehmann, Tokic, Dmitrovic - Ramusch, Milinkovic (74. Sick), Aufhauser, Amerhauser - Kollmann (78. B. Akwuegbu), Brunmayr (64. Naumoski)

    Bregenz: Tolja - Dasoul, Bragstad, Dickhaut, L. Unger - Pedersen, Berchtold (65. S. Aslan), E. Kulovits, E. Akwuegbu, - Klausz, Lawaree

    Gelbe Karten: Ehmann, Dmitrovic bzw. E. Kulovits, Pedersen, L. Unger

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Nur einmal musste GAK-Torhüter Schranz hinter sich greifen, denn nur Berchthold gelang ein Tor für die Bregenzer.

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