Fünfzig unbekannte Mordopfer begraben

28. August 2008, 16:44
1 Posting

Selbstmordanschläge und Gewaltverbrechen suchen Provinz Dijala heim

Bagdad - In der irakischen Provinz Dijala fordern nicht nur Selbstmordanschläge, sondern immer wieder auch Gewaltverbrechen einen hohen Blutzoll. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete, am Donnerstag seien auf einem Friedhof der Provinzhauptstadt Bakuba 50 Leichen von Unbekannten beigesetzt worden. Die Mordopfer seien von der Polizei alle innerhalb der vergangenen Wochen auf den Straßen der Provinz gefunden worden.

Unterdessen übernahm eine Anti-Terror-Einheit die Verantwortung für eine Serie von Razzien in der Provinz Dijala, bei der in der vergangenen Woche der Rektor der Universität von Dijala und der Vorsitzende des Sicherheitskomitees des Provinzrates festgenommen worden waren. Ein Sprecher der Einheit sagte, gegen die beiden Männer hätten wegen des Verdachtes der Unterstützung von Terroristen Haftbefehle vorgelegen. Bei einer der Razzien war es zu einem Gefecht gekommen, bei dem der Sekretär des Provinzgouverneurs getötet worden war. Sunnitische Politiker hatten gegen die Festnahmen protestiert. Ministerpräsident Nuri al-Maliki hatte vergangene Woche erklärt, er wisse nicht, wer diese Razzien veranlasst habe.

Auf einem Markt in der nördlichen Stadt Kirkuk explodierte am Donnerstag eine Bombe. Laut Aswat al-Irak starb ein Zivilist. Sieben Menschen wurden verletzt. Die US-Armee meldete, ein amerikanischer Soldat sei am Mittwoch im Norden der Hauptstadt Bagdad getötet worden. (APA/dpa)

 

Share if you care.