Mehr Angst um Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsplatz

28. August 2008, 16:30
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GfK-Umfrage: Teuerung als Spitzenthema abgelöst

Wien - Die Sorge um Konjunktur und Arbeitsplätze ist zur wichtigsten Frage geworden und hat die Teuerung als Thema Nummer Eins abgelöst: Beinahe jeder zweite Österreicher (47 Prozent) befürchtet eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden 12 Monaten und fast ebenso viele (43 Prozent) fürchten einen Anstieg der Arbeitslosigkeit, geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage von GfK Austria vom August hervor.

Nur noch 12 Prozent glauben an eine Zunahme der Preissteigerungen in den kommenden 12 Monaten, 43 Prozent sehen einen Rückgang. Befragt werden im Auftrag der Europäischen Kommission und der österreichischen Nationalbank monatlich 1.500 Personen.

Im Juni/Juli rechneten schon 44 Prozent der Befragten mit einer Verschlechterung der Wirtschaftslage. 32 Prozent der Befragten erwarteten mehr Arbeitslose. 20 Prozent erwarteten Preissteigerungen in den nächsten 12 Monaten, die stärker als bisher ausfallen. 48 Prozent der Befragten rechneten mit Teuerungen im bisherigen Ausmaß.

Diese massive Verschlechterung stellt - gerade angesichts einer zunehmend stotternden Konjunktur bei dem wichtigsten Handelspartner Österreichs in Europa - die neue und größte Herausforderung an die Politik in Österreich dar, so der Leiter der Politik- und Konjunkturforschung von GfK Austria, Peter Ulram. "Gefragt ist Wirtschaftskompetenz und nicht die Verteilung von teuren Wahlzuckerln, die jenes Geld kosten, das man in Kürze für die Ankurbelung der Konjunktur und die Sicherung der Arbeitsplätze brauchen wird", meint er. (APA)

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