Supercup: Zenit fordert ManUnited

28. August 2008, 14:51
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Dem UEFA-Cup-Sieger aus St. Petersburg kommt das Duell mit dem Ober-Champion gerade recht

Monaco - Mit dem Gewinn des Fußball-UEFA-Supercups will Sir Alex Ferguson eine titelträchtige Saison mit seinem Club Manchester United einläuten. Der langjährige Erfolgstrainer der "Red Devils" stellte vor dem Duell mit Zenit St. Petersburg am Freitagabend (live Premiere, 20:40)  in Monaco unmissverständlich klar, was er von seinen Schützlingen erwartet. "Wer dieses Spiel nicht ernst nimmt, bekommt es mit mir zu tun", erklärte der Schotte. "Diese Partie ist für einige Spieler eine gute Gelegenheit, sich zu zeigen."

Ferguson hat unangenehme Erinnerungen an den seit 1972 ausgetragenen Supercup, bei dem seit 2000 der UEFA-Cup-Titelträger auf den Sieger der Champions League trifft. Bei "ManU"s letztem Spiel um die Trophäe - 1999 gegen Lazio Rom - hatte er seine halbe Stammelf für die Premier League geschont und prompt 0:1 verloren. "Lazio hat gefeiert, als wären sie Weltmeister geworden - ich war nicht gerade begeistert und habe mir geschworen, dass das nicht wieder vorkommt", sagte Ferguson im Vorfeld der Partie im Stade Louis II.

Anders als Zenit hat Manchester mit vier Zählern aus den ersten beiden Saisonauftritten in der englischen Premier League national das Soll erfüllt. Der russische Meister steht in der ganzjährig gespielten Premjer League nur auf dem sechsten Rang. "Nach der EURO kehrten die russischen Nationalspieler ausgelaugt in die Liga zurück. Wir hatten auch einen sehr straffen Zeitplan. Die Transfer-Spekulationen um Andrej Arschawin ziehen sich auch in die Länge", nannte Zenit-Coach Dick Advocaat Erklärungen für das enttäuschende Abschneiden in der Meisterschaft.

Dem Niederländer kommt der Ausflug ins Fürstentum deshalb nicht ungelegen. "Aus psychologischer Sicht wird es für uns leichter, weil die Fans in der heimischen Liga von uns immer Siege erwarten. Der Druck ist einfach größer", meinte Advocaat, dessen Mannschaft sich erst diese Woche mit einem neuen Spieler verstärkte. Für den russischen Transferrekord von 30 Millionen Euro wurde der Portugiese Danny von Dynamo Moskau verpflichtet. Während "ManU" weiter auf dessen verletzten Landsmann Cristiano Ronaldo verzichten muss, könnte der Mittelfeldspieler am Freitag erstmals für seinen neuen Club einlaufen.

Rätselraten herrscht im Lager von Zenit hingegen weiter um die EURO-Entdeckung Arschawin. Der angeblich von Tottenham Hotspur umworbene Teamstürmer machte die Reise nach Monaco mit, ob er auch spielen wird, blieb unklar. Zuletzt vermeldete Roman Pawljutschenko, Arschawins Sturmpartner im Team, seinen Transfer zu den "Spurs". Nun scheint es, dass der 27-Jährige für ein aufgebessertes Gehalt doch in St. Petersburg bleibt. (APA/Reuters/dpa)

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    Dick Advocaat hat Erklärungen wieso es bei Zenit nicht so rund läuft.

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