Volksbank mit stabilem Vorsteuerergebnis

28. August 2008, 14:18
posten

Die Finanzmarktkrise hat sich im ersten Halbjahr 2008 auch auf das Ergebnis des Volksbank AG-Konzerns ausgewirkt

Wien - Die Finanzmarktkrise hat sich im ersten Halbjahr 2008 auch auf das Ergebnis des Volksbank AG-Konzerns (VBAG) ausgewirkt. In Summe konnte das Vorsteuerergebnis trotz eines negativen Ergebnisses aus Finanzinvestitionen mit 193,3 Mio. Euro nach 192,1 Mio. Euro zum Halbjahr 2007 aber stabil gehalten werden. Bereinigt um das Ergebnis der mit 2. Juli 2007 verkauften NÖ Hypo betrage die Steigerung 12,1 Mio. Euro oder 6,7 Prozent, teilt die Volksbank heute, Donnerstag, im Halbjahresbericht mit.

Auf Grund der Marktturbulenzen der letzten Monate ist das Ergebnis aus Finanzinvestitionen auf minus 28 Mio. Euro gefallen. Der Vergleichswert im Vorjahr betrug plus 14,5 Mio. Euro. Im structured credit Portfolio musste eine Abwertung von 14 Mio. Euro vorgenommen werden. Für Wertpapierforderungen an Unternehmenskunden wurde eine zusätzliche Abwertung in Höhe von 13 Mio. Euro durchgeführt. Die available for sale-Rücklage blieb auf dem Niveau des ersten Quartals. Die Bilanzsumme erreichte 87,7 Mrd. Euro, ein Plus von 11,5 Prozent gegenüber Dezember 2007.

Da die größten Zugewinne auf die CEE-Tochterbanken zurückzuführen sind, an denen deutschen und französischen Partnerbanken mit 49 Prozent beteiligt sind, stiegen die Fremdanteile am Ergebnis. Dadurch ging der Konzernüberschuss um 12 Mio. Euro auf 98,8 (111,2) Mio. Euro zurück.

"Liegen auf Kurs"

"Wir liegen auf Kurs, aber der Wind wird rauer", so der Generaldirektor der VBAG, Franz Pinkl, im Hinblick auf die anhaltenden Volatilitäten auf den internationalen Finanzmärkten und die nachlassende Konjunktur. "Unser nachhaltiges und breit aufgestelltes Geschäftsmodell und die anhaltend dynamische Geschäftsentwicklung unserer Tochterbanken in Zentral- und Osteuropa bieten eine gute Basis für das weitere Geschäftsjahr", so Pinkl.

Der Zinsüberschuss ist in den ersten sechs Monaten um 25 Prozent auf 452 (363) Mio. Euro gestiegen. Das Segment Retail trägt mit einem Plus von 55 Mio. Euro - davon das Geschäftsfeld Retail CEE mit einem Plus von 44 Mio. Euro - den größten Anteil am Wachstum.

Der Provisionsüberschuss konnte um 34 Mio. Euro oder 40 Prozent auf 118 Mio. Euro verbessert werden. Auch hier verzeichnen die CEE-Banken die größten Zugewinne. Das Handelsergebnis verbesserte sich von 30 auf 52 Mio. Euro.

In CEE wurde das Filialnetz weiter ausgebaut und seit Jahresbeginn um 49 Geschäftsstellen auf 493 erweitert. Entsprechend dieser Expansion verzeichneten die CEE-Tochterbanken ein Plus von 369 Mitarbeitern. Insgesamt waren zum 30. Juni 8.820 Mitarbeiter im VBAG-Konzern beschäftigt, das sind um 479 mehr als zu Jahresende 2007. Entsprechend dieser Expansion erhöhten sich die Verwaltungsaufwendungen um 28 Prozent auf 360 Mio. Euro. (APA)

Share if you care.