UBM erzielte Ergebnis-Plus im Halbjahr

28. August 2008, 14:08
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Die börsenotierte UBM Realitätenentwicklung AG hat im ersten Halbjahr bei stagnierenden Einkünften die Ergebnisse gesteigert

Wien - Die börsenotierte UBM Realitätenentwicklung AG hat im ersten Halbjahr 2008 trotz Gegenwind durch die Kreditkrise ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe vorgelegt. "Dort wo wir tätig sind, ist die Nachfrager unverändert stark", sagte UBM-Vorstandschef Karl Bier am Donnerstag vor Journalisten. Bier räumt aber ein, dass die Finanzierung von Entwicklungen langwieriger und teurer geworden ist und dass im Vergleich zum Vorjahr die Renditeerwartungen der Käufer etwas höher geworden seien.

Für das Gesamtjahr prognostizierte Bier eine Bauleistung von gut 320 Mio. Euro und ein Vorsteuerergebnis von 16 bis 17 Mio. Euro, etwa auf Höhe des Vorjahres. Im Halbjahr war die Bauleistung der Gruppe mit 146,1 (150,7) Mio. Euro geringfügig rückläufig - obwohl in der Vergleichsperiode 2007 der Florido Tower verkauft worden war. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdiente UBM heuer 20,2 Mio. Euro, nach 13,1 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich geringfügig. Es lag bei 7,1 nach 6,9 Mio. Euro.

Bier sprach von einer "Divergenz" und einem "Widerspruch" zwischen der nach wie vor guten Nachfrage/Auslastung sowie den weniger werdenden Finanzpartnern bzw. schwierigeren Finanzierungsbedingungen. Nach einer aktuellen Übersicht von CB Richard Ellis war etwa in Osteuropa im ersten Halbjahr die Nachfrage nach Büroraum mit Ausnahme von Budapest ungebrochen hoch . Die UBM macht mehr als die Hälfte ihres Geschäfts in Osteuropa. Nach seiner Einschätzung ist der sich abzeichnende Abschwung im Immobilienmarkt etwas, "was alle sechs oder sieben Jahre passiert und daher nichts Überraschendes". Die UBM sei wegen der breiten Streuung ihrer Projekte über Länder und Immobilientypen stabil aufgestellt.

Höhere Rendite

Käufer erwarteten sich heute oft eine zwischen sieben und zehn Prozent höhere Rendite. "Wenn es vor zwölf Monaten sechs Prozent waren, sind's jetzt vielleicht 6,3 oder 6,5 Prozent", schätzte der UBM-CEO. Anderswo wiederum seien Nachfrage und Preise ungebrochen hoch.

Die UBM wird in Österreich demnächst ein Projekt rund um das Salzburger Stadion fertigstellen, am Linzer Hessenplatz wird ein Hotel entwickelt. In München sucht die UBM nach passenden Grundstücken für neue Wohnungen, in Prag will man das Erfolgsmodell "Andel City" wiederholen. Auch Rumänien und Russland sind für den Developer von Interesse.  (APA)

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