Medwedew bekräftigt Forderungen an Georgien

28. August 2008, 11:16
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Einstündiges Telefongespräch zwischen Kreml und Élysée: Russlands Präsident fordert Georgien auf, seine Truppen zurückzuziehen

Moskau - Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten und EU-Ratsvorsitzenden Nicolas Sarkozy seine Forderungen in der Kaukasus-Krise bekräftigt. Medwedew habe in dem einstündigen Gespräch darauf gedrängt, dass Georgien seine Truppen wie in dem von Frankreich vermittelten Friedensplan vorgesehen in die Stützpunkte zurückziehen müsse, teilte das russische Präsidialamt am Donnerstag in Moskau mit. Es machte keine Angaben, wann das Telefonat stattgefunden und wer die Initiative dazu ergriffen hatte. Der Pariser Elysée-Palast veröffentlichte zunächst keine Erklärung zu dem Gespräch.

Weitere Vereinbarungen

"Medwedew und Sarkozy sprachen zudem über weitere Vereinbarungen, die in Zukunft die Sicherheit in den Gebieten an den Grenzen von Südossetien und Abchasien garantieren können", hieß es in der Mitteilung des russischen Präsidialamts. Russland pocht auf Pufferzonen, die aber international kritisiert werden. Sarkozy hatte am Mittwoch von Russland einen sofortigen Rückzug aus Georgien gefordert. Die russische Armee müsse sich "unverzüglich" hinter die Linien zurückziehen, die vor dem Konflikt, der durch den georgischen Einmarsch in Südossetien ausgelöst worden war, Geltung gehabt hätten. Er betonte gleichzeitig, niemand wolle im Verhältnis zu Russland "in die Zeiten des Kalten Krieges zurückkehren". Die NATO sei "kein Gegner, sondern ein Partner Russlands". (APA/Reuters)

 

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