Tipps zum Schulstart

28. August 2008, 09:37
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Worauf es beim Lernen ankommt: Ruhe, Licht, Planung und Konsequenz sind wesentlich - Schreiende Geschwister und dröhnende Fernseher sollten SchülerInnen aus dem Lernumfeld verbannen

Wien - Noch stehen Ferien, Baden und Faulenzen für Hunderttausende Schüler am Programm. Doch die erholsamen Tage sind gezählt, Schulbeginn und Lernstress rücken unaufhaltsam näher. Damit der Start ins neue Schuljahr gelingt und bei der nächsten Zeugnisverteilung gute Noten vom Papier lachen, muss man einige Grundregeln zu Lernumfeld und -strategie beachten, berichtete Schulpsychologe Franz Sedlak.

Schreibtisch nicht neben Heizkörper

Hell, ruhig und nicht allzu warm - so sollte das ideale Lernumfeld grundsätzlich aussehen. Ein Schreibtisch in der Nähe eines Fensters ist nicht nur für die Augen und die Stromrechnung gut, sondern das Tageslicht wirkt sich auch positiv auf das Gemüt aus. Auf allzu kuschelig warme Temperaturen sollte man beim Lernen verzichten. "Wärme lädt einfach mehr zum Schlafen als zur Aktivität ein", erklärte Sedlak. Den Schreibtisch direkt neben den Heizkörper zu stellen, ist also nicht allzu ratsam.

Schreiende Geschwister und dröhnende Fernseher sollte man beim Lernen nicht nur zur Schonung der Nerven möglichst verbannen. Auch Zeitschriften, Musik und Co. bieten in der Lernsituation vor allem eines: Anreiz zur Flucht. Unser Gehirn könne Informationen nur begrenzt aufnehmen und Ablenkung verringere diese Menge noch zusätzlich, warnte der Schulpsychologe.

Überblick über Lernstoff

Beim Lernen selbst sind Planung und Konsequenz alles. Außerdem ist es günstig, taktisch klug vorzugehen: "Zuerst verschafft man sich einen Überblick über den gesamten Lernstoff, wie bei einer Stadterkundung. Erst dann vertieft man sich in die einzelnen Teilgebiete", empfahl der Experte. Dadurch wisse man auch gleich am Anfang, wo schon gutes Vorwissen vorhanden ist und wo noch Unklarheiten liegen. Wann man mit dem Strebern beginnen sollte, hängt ganz vom Umfang der Prüfung ab. An den Tagen kurz davor sei es aber am besten, nur mehr das Gelernte zu wiederholen. "Nachfragen und sich kurz vor der Prüfung verunsichern lassen, ist keine gute Idee", riet Sedlak.

Für den Lernerfolg wesentlich sind auch regelmäßige Pausen, in denen man kurz abschaltet, sich bewegt oder bei Musik entspannt, und sich Belohnungen in Aussicht zu stellen. Diese können einen besonderen Anreiz und Motivationsfaktor darstellen. Ein Ratschlag, der ebenfalls zum Gelingen beiträgt, den die meisten Schüler aber gerne "überhören", ist, das ganze Jahr über mitzulernen. "Hier kann man ökonomisch vermitteln: Wer ständig mitlernt, hat vor der Prüfung deutlich weniger Arbeit, als wenn er alles neu lernen muss und vielleicht auch noch feststellt, dass er die Hälfte des Stoffs nicht versteht", argumentierte der Schulpsychologe. (APA)

 

  • Planung und Konsequenz sind wichtig, um gute Noten nach Hause zu bringen,
    foto: derstandard.at

    Planung und Konsequenz sind wichtig, um gute Noten nach Hause zu bringen,

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