Zwischenfall in sunnitischer Krisenprovinz

27. August 2008, 13:42
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Drei Terroristen nach US-Angaben ums Leben gekommen, zwei davon trugen Sprengstoffwesten

Bagdad - Bei einem Gefecht in der irakischen Provinz Diyala sind am Mittwoch nach Angaben der US-Armee drei Terroristen ums Leben gekommen, von denen zwei Sprengstoffwesten trugen. Einer der potenziellen Selbstmordattentäter sei von den Soldaten erschossen worden, der zweite habe den Sprengstoff an seinem Körper zur Detonation gebracht, als sich die Soldaten näherten. Er sei gestorben, ohne jemanden zu verletzen, hieß es.

Die nordöstlich von Bagdad gelegene sunnitische Provinz ist eine Hochburg von Terroristen. Die US-Armee hat dort eine separate weibliche Anti-Terror-Einheit eingerichtet, weil sich häufig Frauen in die Luft sprengen. Nach Einschätzung von Beobachtern handelt es sich dabei vor allem um Frauen, deren Ehemänner, Väter oder Brüder von den Sicherheitskräften, US-Truppen oder einer Bürgerwehr getötet worden waren. Die von Stammesführern befehligten Bürgerwehren, sogenannte Erweckungsräte, werden von der US-Armee bezahlt, um in ihren jeweiligen Gebieten Sicherheitsaufgaben wahrzunehmen. Die Bildung dieser Verbände galt als entscheidender Faktor für einen Rückgang der Anschläge in sunnitischen Gebieten seit Sommer vorigen Jahres.

US-Soldat erliegt Verletzungen

Das US-Militär meldete weiter, in Bagdad sei am Mittwoch ein amerikanischer Soldat Verletzungen erlegen, die er am Vortag während eines Sprengstoffangriffs in der irakischen Hauptstadt erlitten habe. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak berichtete, in der Nähe der Stadt Al-Kut, südöstlich von Bagdad, sei an einer Straße die Leiche einer ermordeten Frau gefunden worden. (APA/dpa)

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