Haider-Anleihe

26. August 2008, 19:42
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Die Faymann-SPÖ hat vom Kärntner Landeschef gelernt

Die Faymann-SPÖ hat von Jörg Haider gelernt. Der verteilt in seinem kleinen Wolkenkuckucksheim Kärnten mit Schuldenrekord direkt Cash an dankbare Pensionisten.

Das ist fast noch ehrlicher als eine Halbierung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, die von den Handelsketten nicht wirklich weitergegeben wird und die so viel kostet, dass man sich eine nennenswerte Steuersenkung aufzeichnen können wird. Anklänge an Haiders seinerzeitige Gegnerschaft zum EU-Beitritt (erinnert sich noch jemand an das Schildlaus-Jogurt?) finden sich natürlich auch im Unterwerfungs-Brief an die Krone. Das alles ist ein Das-Wasser-steht-uns-bis-zum-Hals-Populismus der SPÖ.

So sehr die Faymann-Anbetungsmedien auch krähen, dass Faymann in der "Kanzler-Frage" schon so viel besser liegt als Molterer - Kanzler werden hierzulande nicht direkt gewählt, sondern Parteien, und die SPÖ liegt in den Umfragen nach wie vor schlecht.

Faymann hat daher zum Instrument des direkten Geldverteilens gegriffen, was unter dem kurzfristigen Gesichtspunkt sicher ein geschickter Schachzug ist. Längerfristig bedeutet das natürlich ein Belastungspaket. (DER STANDARD Printausgabe, 27. August 2008)

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