Tote bei Gefechten mit Taliban und Drogenschmugglern

28. August 2008, 13:48
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UNO meldet Rückgang des Opiumanbaus - Laut Drogenbekämpfungsbehörde wurde 2008 19 Prozent weniger Mohn geplanzt

Kabul - Bei Gefechten mit Taliban und Drogenschmugglern sind im Süden Afghanistans nach Angaben der USA und der Regierung in Kabul seit Mittwoch mehr als 30 Menschen getötet oder verletzt worden. In der Provinz Sabul hätten Soldaten der afghanischen Armee und der US-geführten Anti-Terror-Koalition zwölf Aufständische getötet und sechs verletzt, teilte das afghanische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Außerdem hätten sie zehn Kilogramm Opium gefunden, das die Rebellen beim Rückzug zurückgelassen hätten.

Aktion gegen Drogenhändler

In der Provinz Helmand töteten afghanische Truppen am Vortag nach Angaben des Ministeriums im Rahmen einer größeren Aktion gegen Drogenhändler zehn Aufständische. Darunter seien auch Dealer gewesen, hieß es weiter. Aus Helmand stammen zwei Drittel der afghanischen Produktion des Heroin-Grundstoffs Opium. In einem anderen Teil der Provinz kam es zu heftigen Gefechten der afghanischen Armee mit Taliban-Kämpfern. Diesen seien schwere Verluste zugefügt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die genaue Opferzahl sei nicht bekannt. Unter den Soldaten habe es einen Toten und einen Verwundeten gegeben.

Ein Soldat der Koalitionstruppen wurde nach US-Angaben am Mittwoch während einer Patrouille getötet. Details wurden nicht genannt. In der Provinz Paktika töteten die US-geführten Truppen ebenfalls nach amerikanischen Angaben einen Extremisten, der die Soldaten zuvor angegriffen habe.

UNO meldet Rückgang des Opiumanbaus

Der Opiumanbau in Afghanistan ist nach UN-Angaben 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent zurückgegangen. Die Drogenbekämpfungsbehörde der Vereinten Nationen erklärte am Dienstag, der Rückgang sei vor allem auf erfolgreiche Aktionen gegen den Mohnanbau im Norden und Osten des Landes zurückzuführen.

Im Süden werde dagegen noch immer viel Mohn angebaut. Die Taliban dort könnten mit Dutzenden Millionen Dollar Ertrag aus dem Opiumhandel rechnen. Im vergangenen Jahr wurden demnach in Afghanistan 193.000 Hektar Mohn angebaut, in diesem Jahr 157.000 Hektar. (APA/AP)

 

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