Gratisriese steht vor Entscheidung

26. August 2008, 18:37
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Styria und Moser Holding wollen Gratisblätter zusammenlegen - Gemeinsam kommen sie an die "Krone" heran - Das Kartellgericht entscheidet in den nächsten Wochen - Mit Grafik

Wien - 1,6 Millionen Leser weist die Reichweitenstudie der Gratiszeitungen den wöchentlichen "Bezirksblättern" der Moser Holding (Tiroler Tageszeitung) aus. Sie haben binnen weniger Jahre von Tirol nach Salzburg, ins Burgenland, nach Niederösterreich und in Teile Oberösterreichs expandiert.

Im September läuft die Frist für eine Entscheidung des Kartellgerichts ab, ob die Moser Holding ihre Bezirksblätter in einer gemeinsamen Firma mit der "Woche" zusammenlegen kann, mit der die Styria (Kleine Zeitung, Die Presse, Wirtschaftsblatt) ebenso kostenlos den Süden abdeckt. Diese "Woche" liest laut Dienstag präsentierter Regioprint von Ifes und GfK eine weitere Million Menschen.

Laut Verband der Regionalmedien, der die Regioprint beauftragt, überschneiden sich die Leser der beiden Gratistitel höchstens um ein paar tausend. Man könne die Werte getrost addieren, hieß es auf Anfrage.

Gemeinsam kommen die beiden Titel an die "Krone" heran. Ihr Zusammenschluss wird in der Branche auch als Angriff auf das größte anzunehmende Kleinformat gewertet.

Die "Wiener Bezirkszeitung" (bz) ist nicht in der Regioprint ausgewiesen. Mit ihrem Kauf wollen Styria und Moser Holding ihre Lücke in Wien schließen. Bei dieser Übernahme gebe es noch "nichts Neues", sagte ein Sprecher der Post, der die "bz"-Mehrheit gehört. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 27.8.2008)

PS: Zur Präzisierung: Kronen Zeitung, Kleine Zeitung, Kurier und Heute (gratis) sind Tageszeitungen, der Rest Wochenzeitungen.

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    grafik: der standard
  • Reichweiten, Zielgruppen laut Regioprint.

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