Industrie will Einmalzahlung statt Lohnerhöhungen

26. August 2008, 14:20
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Am 11. September werden Wünsche an neue Regierung präsentiert

Alpbach- Die Industriellenvereinigung (IV) wünscht sich für die Lohnverhandlungen im Herbst "andere Formen" als nur Inflation und Produktivität, um die Lohnerhöhung zu bestimmen. Insbesondere seien Einmalzahlungen besser als "überdimensionierte Lohnerhöhungen" sagte IV-Präsident Veit Sorger am Dienstag in einem Pressegespräch in Alpbach. Bei den Lohnverhandlungen müsse man nach der wirtschaftlichen Situation einzelner Betriebe differenzieren. Die IV wolle ihrerseits "Betriebe, die es sich leisten können, motivieren, mehr zu zahlen".

Die IV will am 11. September zum Tag der Industrie ihre programmatischen Wünsche an die Regierung präsentieren. Da die rot-schwarze Koalition "nicht viel abgearbeitet" habe, werde das neue Programm auch "einige Punkte" aus den Wünschen an die alte Regierung wiederholen, sagte IV-Generalsekretär Markus Beyrer.

Absenkung des Spitzensteuersatzes

Zu den Wünschen der IV gehört die Absenkung des Spitzensteuersatzes auf 45 Prozent ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro. Finanzierungsbezogene Steuern sollten abgeschafft, die Ressourcenbesteuerung nicht ausgeweitet werden. Die Abgabenquote sollte zunächst unter 40 Prozent und mittelfristig auf etwa 37 Prozent fallen. Neue Kraftwerke, auch Wasserkraftwerke, seien nötig, wobei die besten Standorte noch zu diskutieren seien.

Die IV ist unter anderem auch für das kostenlose verpflichtende Vorschuljahr, für mehr Schulautonomie, eine technische Frühförderung ab 12 Jahren oder die Zusammenführung von Lehre und Matura. Der Forschungsfreibetrag solle um zehn Prozentpunkte steigen, die Forschungsprämien um zwei Prozentpunkte. (APA)

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