Rund 20 Prozent mehr tödliche Alpinunfälle im Jahr 2007

26. August 2008, 13:57
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Häufigste Unfallursache am Berg ist Stolpern oder Ausrutschen beim Wandern

329 Menschen haben im Jahr 2007 ihr Leben am Berg verloren. 2008 sind bisher bei rund 7.000 Unfällen im alpinen Gelände 237 Berggeher tödlich verunglückt. Zu den häufigsten Unfallursachen zählten Stolpern und Ausrutschen beim Wandern, gefolgt von Verirren oder Versteigen in unwegsamen Gelände. Bei den tödlichen Unfällen sind Herzkreislaufprobleme Ursache Nummer eins, berichteten die österreichische Alpinpolizei und das Kuratorium für Alpine Sicherheit bei einer Pressekonferenz nahe Kramsach (Tirol) am Dienstag.

Bisher sind 2008 (das alpine Unfalljahr beginnt mit 1. November 2007) 237 Alpinisten tödlich verunglückt. Rund 30 Prozent der tödlichen Unfälle im alpinen Gelände waren Arbeitsunfälle. Jeder vierte Tote ist als Wanderer oder Bergsteiger ums Leben gekommen, etwa jeder zehnte tödliche Alpinunfall ereignete sich auf der Skipiste, knapp acht Prozent beim Klettern. Hauptursache bei den tödlichen Unfällen sind Herzkreislaufprobleme. "Wir werden auch heuer wohl noch die 300er Marke erreichen. Die wanderintensivsten Monate - September und Oktober - liegen noch vor uns", sagte Karl Gabl vom Kuratorium für Alpine Sicherheit.

40 Prozent der tödlichen Bergunfälle passierten 2008 bisher in Tirol. Am häufigsten waren Männer unter den Opfern, was laut Kuratorium für Alpine Sicherheit darauf zurückzuführen sei, dass Männer extremere Touren gehen und risikobereiter sind. Das Verhältnis Mann zu Frau am Berg liege im Vergleich dazu bei 60:40.

Zwei Drittel der Todesopfer auf Österreichs Bergen stammen aus der Alpenrepublik, etwa ein Drittel aus Deutschland. Rund 10 Millionen Menschen bewegen sich jährlich in Österreich in alpinen Gelände. (APA)

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