Deutscher Verbraucherelektronikmarkt stagniert 2009

26. August 2008, 13:55
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Der harte Preiskampf in der Branche schmälert die Einnahmen. Außerdem schrumpfe die Nachfrage nach analoger Technik rapide

Der Umsatz mit
Unterhaltungselektronik wird in Deutschland 2009 erstmals seit
Jahren nicht mehr wachsen. Der Branchenverband Bitkom erwartet
im Markt für Fernseher, Digitalkameras und andere Geräte für das
kommende Jahr Erlöse von 13 Milliarden Euro nach einem
geschätzten Plus von 3,3 Prozent auf 13,2 Milliarden im
laufenden.

Harter Preiskampf

Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sagte am
Dienstag in einer Telefonkonferenz, zwar wachse der Absatz vor
allem von digitalen Geräten weiter, zugleich schmälere der harte
Preiskampf in der Branche aber die Einnahmen. Außerdem schrumpfe
die Nachfrage nach analoger Technik rapide.

EM und Olympia


Einer der wichtigsten Wachstumstreiber werde im laufenden
Jahr - auch beflügelt durch Sportspektakel wie die Fußball-EM
und Olympia - das Geschäft mit hochauflösenden Flachbildschirmen
bleiben. Obwohl bislang lediglich der Bezahlfernsehsender
Premiere, der Kulturkanal Arte sowie der
Satellitensender Anixe HD ein Signal ausstrahlen, das die
Möglichkeiten der Fernseher ausschöpft, wachse der Umsatz mit
den Geräten 2008 um voraussichtlich rund 16 Prozent auf knapp
fünf Milliarden Euro. Bitkom-Vizechef Achim Berg kritisierte die
schleppende Einführung von HD-Sendungen durch die meisten
Programmanbieter. "Hier sind die Sender im Soll", sagte er. ARD
und ZDF wollen erstmals die Olympischen Winterspiele 2010 in
HD-Qualität verbreiten.

Schleppende Zuwachsraten


Der Verband verspricht sich für die Zukunft viel vom bislang
schleppenden Zusammenwachsen von Unterhaltungselektronik,
Computer- und Haustechnik. "Die Konvergenz wird zum wichtigsten
Treiber der nächsten Jahre", sagte Berg, der auch Chef von
Microsoft Deutschland ist. Nach seinen Angaben verfügen
derzeit bereits ein Zehntel der Haushalte über ein Heimnetzwerk.(Reuters)

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