Rechtsradikaler Leserbrief-Schreiber mit 30 Pseudonymen ertappt

26. August 2008, 13:32
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Funktionär der offen ausländerfeindlichen Flamenpartei Vlaams Belang

Brüssel - Einen rechtsradikalen Leserbrief-Schreiber mit 30 Pseudonymen hat die belgische Zeitschrift "Humo" aufgespürt. Der Funktionär der offen ausländerfeindlichen Flamenpartei Vlaams Belang habe seine Ideen jahrelang in Leserbriefen unter falschen Namen und erfundenen Adressen verbreitet, berichtete das Blatt auf seiner Webseite. Stil und Inhalt der Briefe ähnelten sich trotz der angeblich unterschiedlichen Absender stark.

Die Redaktion kam dem pensionierten Lehrer auf die Schliche, weil die E-mails an verschiedene flämische Medien meist als Kopie auch an seine Adresse gerichtet waren. Von "Humo" dazu befragt, redete sich der Mann darauf hinaus, die verschiedenen Leserbrief-Schreiber hätten ihn gebeten, ihre Beiträge auf Fehler gegenzulesen. Er kenne die meisten aber nur flüchtig, habe sie in einem nicht mehr bestehenden Gasthaus kennengelernt. Der Vlaams Belang bestreite die Sache nicht, bezeichnete sie aber als einen Einzelfall, meldete die Zeitung "De Morgen" am Dienstag. (APA/dpa)

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