Austria teilt brüderlich

26. August 2008, 13:11
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Vorstand Kraetschmer: "Georgier dürfen mit rund 30.000 Euro rechnen" - Gegner bereits in Österreich - Drei Mann blessiert

Wien - Der FK Austria Wien hat sich für das zur zweiten und letzten Quali-Runde zählende UEFA-Cup-Heimspiel am Donnerstag im Horr-Stadion (19.30 Uhr/live ORF 1) gegen den georgischen Vertreter WIT Tiflis eine Hilfsaktion einfallen lassen. Die Violetten teilen ihren Netto-Erlös aus der Partie mit ihren durch die Kriegswirren geschockten und sportlich wie wirtschaftlich benachteiligten Gästen. "Über den Daumen dürfen sie mit rund 30.000 Euro rechnen", kündigte am Dienstag Austria-Vorstand Markus Kraetschmer  an.

Von den Einnahmen aus den TV-Rechten, der Banden-Werbung und dem Karten-Verkauf werden die Veranstaltungskosten abgezogen und der Betrag dann durch zwei dividiert. Das Horr-Stadion ist für Europacup-Begegnungen derzeit für 8.000 Zuschauer zugelassen, bis Dienstagvormittag waren schon über 5.000 Tickets abgesetzt. Der aktuelle Vizemeister hat keine Einnahmen, weil das Heimspiel in Tiflis wegen der Unruhen im Land abgesagt wurde. Auch die Verlegung in die türkische Stadt Rize war unmöglich, weil die Ausreise der Mannschaft damals zu gefährlich gewesen wäre.

Georgier bereits in Wien

Das Donnerstag-Spiel, in dem der Aufsteiger ohne Auswärtstorregel (bei Remis zunächst Verlängerung und dann Elferschießen) ermittelt wird, ist gesichert. Die Georgier trafen bereits Dienstag früh in Wien ein und bezogen im Hotel Arnia nahe der SCS südlich von Wien Quartier. Die Delegation umfasst 18 Spieler und sieben Offizielle. "So eine kleine Gruppe hatten wir im Europacup noch nie. Sonst sind immer das Präsidium, VIPs und Fans mit", sagte Austria Pressesprecher Christoph Pflug, der anmerkte, dass Austria in der Bundesliga mit mehr Personen zu den Spielen reist.

Stichwort Spieler, die die Derby-Schmach des 0:3 in Hütteldorfer tilgen und wieder in die erste Hauptrunde des UEFA-Cups einziehen möchten. Am Dienstagvormittag waren die Einsätze von Franz Schiemer (Muskelverhärtung in der Wade), Joachim Standfest (Zerrung des Hüftbeugers) und Fernando Troyansky (Bauchmuskel-Probleme) mehr oder weniger fraglich. Florian Metz, der gegen Rapid gesperrt war, ist wieder mit von der Partie.(APA)

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