Theresia Zierler kandidiert in Wien

26. August 2008, 13:03
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Ex-FPÖ-Generalsekretärin hat als Spitzenkandidatin neue politische Heimat - Nach BZÖ-Austritt sei sie beinahe zur Nichtwählerin geworden

Wien  - Theresia Zierler (44) tritt als Wiener Spitzenkandidatin für die "Liste Fritz Dinkhauser" an. Die einstige FPÖ-Generalsekretärin, steirische BZÖ-Landtagsabgeordnete und "Willkommen Österreich"-Moderatorin präsentierte sich am Dienstag mit den übrigen Kandidaten der Öffentlichkeit - und zeigte sich dabei bezüglich Koalitionen nach allen Seiten hin offen. Es gehe ausschließlich um Inhalte und klar sei: "Die Theresia Zierler steht für Fritz Dinkhauser und sonst gar nichts."

Keine Ausgrenzungspolitik

Eine Ausgrenzungspolitik gegen andere Parteien dürfe es nicht geben. Sie selbst habe ihre Heimat jedenfalls bei Dinkhauser gefunden, zumal sie eine Partei brauche, an die sie glauben könne. Nach ihrem Austritt aus dem BZÖ vor einem Jahr sei sie beinahe zur Nichtwählerin geworden, habe nun aber wieder eine Aufgabe gefunden, begründete sie ihr Engagement. Dabei gehe es ihr und ihren Kollegen um die Sache: "Es braucht keiner von uns einen Versorgungsjob."

Weitere Kandidaten

Ein weiterer Kandidat auf der Landesliste, den Fritz Dinkhauser am Dienstag präsentierte, war Karl Matuschka, einstiger Technischer Direktor des ORF. Er kritisierte das jetzige Management des Senders, welches von der Regierung installiert worden sei, um den öffentlichen Rundfunk an den Rand des Ruins zu treiben und anschließend Teile davon verkaufen zu können. Sein Motto sei dagegen: "Eintracht und Vielfalt statt Einfalt und Zwietracht."

Auf der Dinkhauser-Landesliste finden sich weiters Hermann Neuhold, Christgewerkschafter, oder auch Marcus Täuber, einstiger Wahlkampfleiter der ÖVP-Ottakring. Als jüngstes Mitglied wurde der 19-jährige Maturant Michael Vavra nominiert.

Dinkhauser selbst leitete seine Wiener Truppe mit einer flammenden Rede ein, deren thematischer Bogen von der Asfinag über die Studiengebühren, von der ÖBB über Sozialleistungen für Geringverdiener reichte. "Diese Demokratie ist tot", beschied er. Deshalb habe seine Bewegung auch nichts mit einer Partei gemein, sondern verstehe sich als "Rufer in der Wüste".

Aus diesem Grunde sei eine Regierungsbeteiligung beim Einzug in den Nationalrat auch das Gebot der Stunde. Als Minister habe man ein Vetorecht bei jeglichen Entscheidungen der Regierung, weshalb dieses Amt unbedingt anzustreben sei. (APA)

  • Dinkhauser wird in Wien von Michael Vavra, Theresia Zierler und Herbert Hauser unterstützt.
    foto: bürgerforum österreich

    Dinkhauser wird in Wien von Michael Vavra, Theresia Zierler und Herbert Hauser unterstützt.

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