Sydney: Zoff um Anti-Diskriminierungs-Zone

26. August 2008, 11:19
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Ausgeh-Viertel der Metropole will Flagge gegen Übergriffe auf Homosexuelle zeigen - Eine Idee, die nicht nur auf Gegenliebe stößt

Sydney - In Sydney streiten PolitikerInnen über die Einrichtung einer "Anti-Diskriminierungs-Zone". Die Pläne der Stadt, das Ausgeh-Viertel dem entsprechend auszuschildern, stießen auf Proteste, wie Lokalzeitungen am Montag berichteten. Die Stadtverwaltung hatte mit knapper Mehrheit dafür gestimmt, in einigen Vierteln Flagge gegen diskriminierende Übergriffe auf Homosexuelle zu zeigen. Laden- und BarbesitzerInnen sollen mit Aufklebern ihre Unterstützung für Homosexuelle zum Ausdruck bringen. VertreterInnen lesbischer und schwuler Verbände hatten an den Plänen mitgearbeitet.

Aufkleber weniger hilfreich denn provokant

Einige Stadtverordnete warnten jedoch davor, dass die Aktion nach hinten losgehen und zu mehr Übergriffen gegen Homosexuelle führen könne. "Junge Männer aus der Vorstadt, die Homosexuelle beleidigen, wenn sie angetrunken sind, werden sich nicht von Aufklebern daran hindern lassen", sagte die Abgeordnete Shayne Mallard einer australischen Zeitung. Die Beschilderung wirke dann auf die gewaltbereiten Jugendlichen eher wie eine Provokation.

Überwachung

Bürgermeisterin Clover Moore verteidigte die Aktion als Zeichen der Anerkennung von Schwulen, Lesben und Bisexuellen. Ein Sprecher des Stadtrates verwies auf die Anbringung von Überwachungskameras in der Oxford Street, Sydneys erster Ausgeh-Adresse für Homosexuelle. (APA/Ag.)

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    Foto: Lisa Maree Williams/Getty

    Die Oxford Street ist auch Schauplatz der alljährlichen Sydney Gay Pride - "Mardi Gras" - Parade.

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