Blake musste schon ans Limit gehen

26. August 2008, 10:36
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Nadal, Ferrer und Murray in zweiter Runde - Blake gegen US-Landsmann Young im fünften Satz - Favoritensiege auch bei den Damen

New York - Überraschungen sind am ersten Tag der mit 20,657 Mio. Dollar dotierten US Open weitgehend ausgeblieben: Bei den Herren setzten sich alle sechs Top-Ten-Gesetzte, die am Montag im Einsatz waren, durch. Titelfavorit Rafael Nadal besiegte den Deutschen Björn Phau zwar in drei Sätzen, benötigte zum 7:6,6:3,7:6 aber immerhin 2:59 Stunden. Ebenfalls in drei Sätzen weiter kamen David Ferrer (ESP-4), Andy Murray (GBR-6), David Nalbandian (ARG-7) und Stanislas Wawrinka (SUI-10).

Richtig Mühe hatte in der Night Session überraschend James Blake. Der Olympia-Vierte, die Nummer 9 des Turniers, musste gegen seinen US-Landsmann Donald Young in den fünften Satz, ehe er den Teenager mit 6:1,3:6,6:1,4:6,6:4 niedergerungen hatte.

Für Nadal, der nicht nur erstmals in seiner Karriere bei den US Open über das Viertelfinale hinauskommen, sondern seinen ersten Titel in Flushing Meadows holen möchte, lief es im Arthur-Ashe-Stadion noch nicht ganz rund. Immerhin 35 unerzwungene Fehler und eine nicht ganz so zwingende Konsequenz wurde beobachtet. "Ich habe heute nicht mit normaler Intensität gespielt, bin wahrscheinlich ein bisschen müde", gestand der Muskelprotz und Olympiasieger, der in New York sein drittes Grand-Slam-Turnier en suite gewinnen will.

Andy Murray, der im September die große Hürde in Sachen Davis-Cup-Klassenerhalt des ÖTV-Teams beim Auswärtsmatch im Weltgruppen-Play-off ist, setzte sich nach 93 Minuten gegen den Argentinier Sergio Roitman mit 6:3,6:4,6:0 durch. Setzt er sich nun gegen Michael Llodra und Jürgen Melzer gegen Jiri Vanek durch, kommt es in Runde 3 zur "Generalprobe" für den Davis Cup unter freilich völlig anderen Umständen. Das Davis-Cup-Treffen findet ja in Wimbledon auf Rasen statt.

Auch "Geheimtipp" Juan Martin del Potro (ARG-17) besiegte seinen Landsmann Guillermo Canas nach Anfangsschwierigkeiten mit 4:6,7:6(0),6:4,6:1 und erhöhte seine Siegesserie auf nun 20 Erfolge en suite.

Bei den Damen haben sich die Favoritinnen in der unteren Tableau-Hälfte durchgesetzt: Darunter auch die Olympiasiegerin Jelena Dementjewa mit einem 6:4,7:5 über die Usbekin Akgul Amanmuradowa. Auch die früheren US-Open-Champions Swetlana Kusnezowa (RUS) und Lindsay Davenport (USA) sowie die als Nummer 2 gesetzte Jelena Jankovic (SRB) kamen durch.

"Es ist sehr hart nicht über die Olympischen Spiele nachzudenken. Es ist sehr schwierig, sich neu zu konzentrieren und sich nun auf die US Open vorzubereiten", gestand die vom Olympia-Gold immer noch aufgeregte Dementjewa. Am Vortag ihres Spiels wollte die Russin eigentlich schlafen, doch sie musste sich einfach die Schlussfeier der Spiele in Peking anschauen. "Geistig bin ich immer noch dort."

Das erste Match der Night Session durfte Jankovic bestreiten, die US-Wild-Card-Spielerin Coco Vandewehge war beim 3:6,1:6 chancenlos. Einzige Überraschung des Tages aus den ersten zehn Gesetzten war das Aus von Anna Tschakwetadse, die im Vorjahr im Achtelfinale den Siegeslauf von Tamira Paszek beendet hatte. Die russische New-Haven-Finalistin musste sich ihrer Landsfrau Jekaterina Makarowa in drei Sätzen beugen. Für Makarowa war es der erste Sieg über eine Top-Ten-Dame.(APA)

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    Achtung auf diesen Mann: Juan Martin del Potro!

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    Verlangte Blake alles ab: Donald Young!

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    Noch mit Halbgas unterwegs: Rafael Nadal!

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