Google verliert an Glanz und Anziehungskraft

26. August 2008, 10:06
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Zahlreiche MitarbeiterInnen unzufrieden oder schon weg - Erste Einsparungen im "Arbeitsparadies" bei der kostenlosen Verpflegung

Der Suchmaschinenhersteller Google, in den letzten Jahren immer wieder Nummer Eins der beliebtesten Arbeitgeber weltweit, verliert in letzter Zeit immer mehr von seinem Glanz und seiner Anziehungskraft auf IT-Profis. Laut einem Bericht von Valleywag soll es nun auch zu ersten Einsparungen in den MitarbeiterInnenvergünstigungen kommen.

Weniger Essen

Valleywag zitiert einen Google-Mitarbeiter mit den Worten: "Google hat sein Budget für das kulinarische Programm drastisch gekürzt. Kein Abendessen mehr, kein Nachmittags-Snack mehr und auch kein Tee-Wagen mehr." Auch in Zukunft werden jedoch Frühstück und Mittagessen weiterhin kostenlos erhältlich sein.

"Best big company to work for"

Das Fortune-agazin wählte Google 2007 und 2008 zur "Best big company to work for". Zahlreiche MitarbeiterInnen-Goodies bleiben auch weitehrin erhalten, so etwa die freie ärztliche Betreuung,  Zuschüsse für Hybrid-Fahrzeuge und Fahrrad-Geschenke.

Kritik

Valleywag gibt als Grund für die Kürzungen beim Essen an, dass Google-Mitgründer Sergey Brin sich darüber beschwert haben soll, dass zahlreiche Angestellte das Angebot ausnutzen und nicht nur ihre Familien sondern auch Bekannte auf Kosten der Firma durchfüttern würden. Zudem soll es auch einige Differenzen mit der Firma Bon Appétit gegeben haben; diese betreibt Googles Kantinen und Restaurants. MitarbeiterInnen der Catering-Firma sollen etwa die Tischfußball-Tische bei Google benutzt haben. Wegen des schlechten Klimas sollen bereits zwei Küchenchefs Google verlassen und zahlreiches Personal mitgenommen haben.

Luxus kein Benefit

Auch andere Dienste für die MitarbeiterInnen sollen dem Google-Management mittlerweile nicht mehr so wichtig erscheinen: so sollen unter anderem die Kinderbetreung und andere vor allem soziale Leistungen überdacht werden. Laut New York Times und Computerworld würde Google damit jedoch einen wesentlichen und falschen Schritt tätigen - "Google zeigt, dass auch dieses Unternehmen über Kinderbetreuung als Luxus und nicht als Benefit denkt. Google verliert an Mojo und entwickelt sich damit negativ weiter - zu einer Firmen, wie jede andere auch", so  Joe Nocera von der New York Times.(red)

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    Zwar bietet Google seinen MitarbeiterInnen immer noch zahlreiche Goodies, aber der Glanz der nicht allzu fernen Vergangenheit scheint zu bröckeln.

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