Schweizer Oerlikon schreibt Verlust

26. August 2008, 09:04
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Der Technologiekonzern OC Oerlikon hat im ersten Halbjahr 2008 bei schrumpfenden Umsätzen einen Verlust hinnehmen müssen

Pfäffikon - Der Technologiekonzern OC Oerlikon hat im ersten Halbjahr 2008 bei schrumpfenden Umsätzen einen Verlust hinnehmen müssen. Als Grund gab das Unternehmen gestiegene Energie- und Rohstoffpreise sowie einen Abschwung auf den Textil- und Halbleitermärkten an.

Der Umsatz des Konzerns, an dem neben Hauptaktionär Viktor Vekselberg auch die österreichischen Investoren Ronny Pecik und Georg Stumpf über die Victory Holding beteiligt sind, sank gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent auf 2,5 Mrd. Franken (1,54 Mrd. Euro), wie OC Oerlikon am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich stand ein Verlust von 313 Mio. Franken. In der Vorjahresperiode hatte noch ein Gewinn von 128 Mio. sFr resultiert.

Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich auf -238 (Vorjahresperiode: +232) Mio. Franken. Der Bestellungseingang ging um 6,7 Prozent auf knapp 2,8 Mrd. sFr zurück. Das Unternehmen hat mit den vorgelegten Zahlen die Schätzungen der Analysten bei EBIT und Reingewinn verfehlt, bei Bestellungseingang und Umsatz getroffen.

Oerlikon hatte vor knapp zwei Wochen in einer Gewinnwarnung mitgeteilt, das Segment Textile sowie die Sparten Esec und Systems hätten unter schwierigen Marktbedingungen gelitten. Insgesamt mussten in diesem Zusammenhang Abschreibungen von 350 Mio. sFr vorgenommen werden.

Der Konzern rechnet für 2008 mit einem um rund einem Drittel niedrigeren EBIT als 2007, während die Umsätze etwas geringer ausfallen werden als im Vorjahr. Das Textilgeschäft werde im nächsten Jahr voraussichtlich wieder profitabel sein, und für die übrigen Bereiche hält die Gruppe an einer zweistelligen EBIT-Marge im Jahr 2009 fest.

Ungeachtet des starken, zyklischen Rückgangs des Textilgeschäfts sehe OC Oerlikon mit Optimismus in die Zukunft, erklärte Konzernchef Uwe Krüger in der Mitteilung. Im Kern seien alle Segmente hervorragend positioniert. Im ersten Halbjahr habe vor allem die Solarsparte sehr gute Resultate erzielt. (APA/sda)

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