"Lesben-Boom"

19. Oktober 2003, 20:36
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Das Format "Serie" eignet sich eher schlecht als recht zur Darstellung von Lebensrealitäten, die Intention der MacherInnen ist ja auch eine zahlenbestimmte; dennoch ist das Fernsehen als "symbolische Agentur der Gesellschaft" wichtig, zu beäugeln. Zu thematisieren. Zu kritisieren. Durch ein- oder abschalten zu kontrollieren.
Bei Ellen Degeneres, hier als Venus zu sehen, haben viele eingeschaltet. Sie ist sicher die bekannteste TV-Lesbe, outete sie sich doch in einer Folge ihrer Personality-SitCom "Ellen". Viel diskutiert wurde da, ihr verboten, ihre Serien-Freudin on screen zu küssen, und das in den 90ern...
Seit den 70ern tauchen lesbischwule Charaktere im TV auf, im amerikanischen früher, im deutschen später. Die erste Serie mit überwiegend lesbischwulen Figuren lief 1972 in Australien und hieß "Number 96". Die "Tradition" hat sich der australische Sender TEN bis heute erhalten.
Auffällig ist, dass sich in anderen Ländern bis in die 90er zwar schwule Rollen etabliert haben (denken Sie an "Dynasty", "Melrose Place", "Will & Grace", "Dawson's Creek", "Friends" etc.), unterdessen gaben sich die ProduzentInnen aber bei lesbischen schon etwas pingeliger, schon gar, wenn es um Haupt- oder "recurring" Rollen ging. Aber auch das ändert sich stetig, vorallem in Soaps fehlen die entpolitisierten und individuierten Serien-Lesben nicht mehr. Jetzt aber zur Rundschau durch die Serienlandschaften:

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