Unis nehmen rund 150 Mio. Euro durch Studiengebühren ein

25. August 2008, 15:52
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5,5 Prozent der Gesamteinnahmen der Unis - Uni Wien lukriert mit 44,5 Mio. Euro am meisten

Wien - Die Abschaffung der Studiengebühren würde den Universitäten - ohne entsprechende Kompensation - eine empfindliche Einnahmen-Einbuße bescheren. Insgesamt lukrierten die Unis im vergangenen Jahr 149,2 Mio. Euro aus den Studienbeiträgen, wie aus Daten der Universitätenkonferenz (uniko) hervorgeht. Das sind 5,5 Prozent der Gesamteinnahmen der Universitäten inklusive Drittmittel (2007 rund 2,7 Mrd. Euro).

Entsprechend der Studentenzahl erzielte die Universität Wien mit 44,5 Mio. Euro die höchsten Einnahmen. Es folgen die Universitäten Innsbruck (14,3 Mio. Euro) und Graz (13,5 Mio. Euro) sowie die Wirtschaftsuniversität Wien (13,3 Mio. Euro). Über der Zehn-Millionen-Grenze liegt auch die Technische Universität Wien (11,7 Mio. Euro)

Seit 2001 wird gezahlt

Die Studiengebühren wurden im Jahr 2000 von der damaligen VP-FP-Koalition beschlossen und werden seit 2001 eingehoben. Derzeit müssen Österreicher, Angehörige von EU- und EWR-Mitgliedstaaten sowie Schweizer 363,36 Euro pro Semester für ein Universitätsstudium bezahlen. Studenten aus Drittstaaten kostet das Studium pro Semester doppelt so viel (726,72 Euro). In der von ÖVP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn zur Begutachtung ausgesendeten Novelle zum Universitätsgesetz (UG) war vorgesehen, dass die Unis selbst künftig die Höhe der Gebühren für Studenten aus Drittstaaten festlegen dürfen. Allerdings hat die Novelle vor der Nationalratswahl keine Chance mehr auf Umsetzung. (APA)

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    Grafik: APA/Waxmann
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