Hindus brennen christliche Kirchen nieder

25. August 2008, 14:54
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Im östlichen Bundesstaat Orissa kommt es immer wieder zu religiös motivierter Gewalt

Bhubaneswar - Im ostindischen Bundesstaat Orissa ist die Gewalt zwischen Hindus und Christen wieder aufgeflammt. Aufgebrachte Hindus steckten am Montag im abgelegenen Bezirk Kandhamal vier Kirchen sowie acht Wohnhäuser von Christen in Brand und griffen zudem eine Missionsschule an, wie die Polizei mitteilte. Auch eine Polizeiwache sei von der Menge geplündert worden. Niemand sei verletzt worden.

Die Hindus machen Christen für den Anschlag auf einen ihrer Anführer verantwortlich, bei dem in Kandhamal in der vergangenen Woche insgesamt fünf Menschen getötet wurden. Die Polizei vermutet maoistische Rebellen hinter der Tat.

Die Region ist eine Brutstätte religiöser Gewalt. Radikale Hindus werfen christlichen Missionaren seit langem vor, arme Mitglieder niedriger Kasten gezielt abzuwerben und finanziell für den Religionswechsel zu belohnen. Zu Weihnachten wurde bei Kämpfen ein Mensch getötet, mehrere Gotteshäuser und Tempel wurden beschädigt. 1999 tötete ein hinduistischer Mob in Orissa einen australischen Missionar und seine beiden Kinder. Sie verbrannten in ihrem Auto, das von der Menge angezündet worden war.  (Reuters)

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